Atemlos

Na, wo fange ich heute nur an? Da habe ich endlich mal wieder genug Stoff für ein Drama zusammen … und doch, irgendwie, ist mir mehr nach Komödie grad’. Sollte ich ausnutzen, wo bekanntlich jeder ein Drama, aber kaum jemand eine wirklich witzige Komödie schreiben kann. Vielleicht sollte ich der Fischgräte, die mich am Sonntag in die Notaufnahme brachte, dann auch irgendetwas komisches abgewinnen. Kann soooo schwer ja nicht sein. Und womöglich lacht ja mein Publikum ohnehin bereits, und fragt sich, wie sie das dann auch wieder hinbekommen hat, dieses Sensibelchen. War aber so schwer gar nicht, das will ich anmerken: Fisch kaufen, Fisch hastig herunterschlingen, möglichst dabei noch ein wenig Small-Talk und Wuschhh! da hängt’se auch schon im Halse. Kann man tolerieren, sicher. Eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden, eine Nacht. Nein, kann man spätestens dann nicht mehr, wenn der Hals zu schwillt, die Luft knapp wird und der Husten mehr nach dunkler Gasse hinter einer alten Seemannskneipe klingt und auch am Morgen danach nicht auskatert. Das wünscht ich wirklich mal meinem größten Feinde! Von Herzen!

Wie auch immer. Nachdem man mir im ersten Krankenhaus dank fehlendem Equipment nicht helfen – mir aber nach jahrelangem Medizinstudium wenigstens ein paar tolle Horrorgeschichten aus Grimms Pschyrembel auftischen konnte, landete ich irgendwann in der HNO Klinik in Ludwigshafen. Ein Buch könnt ich darüber schreiben, ungelogen. Und jedem Mörderinstrument, mit dem sie mir von der Nase aus den großen Zeh untersuchten, würde ich ein ganzes blutiges Kapitel darin widmen. Und am Ende würde ich dem Arzt mit einem “Schau mal!” das Lidocain in die Augen sprühen, damit er nicht zusehen muss, wie ich ihm den Finger abbeiße. Ach, wir wollten eine Komödie, stimmt. Also schieb ich ihm das Endoskop durch die Ohren und hänge zwei dieser witzigen Augenspiegel dran. Naja, eigentlich war der Herr Doktor ja ein ganz netter … kann ja auch nix dazu, dass er an so ein Sensibelchen wie mich gerät. Aber genug davon.

Nur woher dann diese Gute Laune? Die Lust am Leben nach überlebter Fremdkörperaspiration? Verlust an grauer Substanz im schwarzen Zentrum meines Gehirnes in Folge Sauerstoffmangels? Tiefenrausch? Na, eigentlich war es nur ein Anruf, der mein Deprihirnzentrum hinter den Mond katapultierte. Ich hoffe auch wirklich, dass ich euch schon in wenigen Tagen etwas mehr davon erzählen kann. Das Wetter dazu, eine richtig schöne Rudertour auf dem Rhein … ach, ich fühle mich heute Abend wirklich großartig. Sogar dieser Unbekannte, der dauernd mein “Bitte-Keine-Werbung”-Schild vom Briefkasten abreißt und sich somit seine Prospekteinwurf-Quote aufbessert … jappp, sogar der ist mir egal. Im Gegenteil sogar, ich würde ihn gern zum Essen einladen. Mit gutem Wein, einer leckeren Suppe … und ja, natürlich ein richtigggg leckeres Fischfilet für den Herrn. Es käme von Herzen!

Aber dann lass ich erst wieder irgendwo, dass es niemanden gibt, der “nur böse” ist – man möge ihm nur lang genug Zeit geben, auf dass er seine andere Seite zeige. War’s Twain der’s schrieb? Ich weiß es nicht. Sehr kluger Satz, ein hilfreicher dazu! Und wer weiß, vielleicht hält mir der Prospektzusteller irgendwann, irgendwo auch mal die Türe auf. Zu wünschen wär’s mir jedenfalls. Und vielleicht, aber nur vielleicht, lässt sich dieser Satz auch erweitern, sich auf Dinge abbilden. Wer weiß wofür mir diese Gräte noch dienlich sein wird (japp, wo sie nämlich noch immer im Halse steckt!) … ich hätte da so was wie eine Vorahnung.

Aber ich schweife ab … und weiß nicht mal mehr wovon. Schlaft gutNa, wo fange ich heute nur an? Da habe ich endlich mal wieder genug Stoff für ein Drama zusammen … und doch, irgendwie, ist mir mehr nach Komödie grad’. Sollte ich ausnutzen, wo bekanntlich jeder ein Drama, aber kaum jemand eine wirklich witzige Komödie schreiben kann. Vielleicht sollte ich der Fischgräte, die mich am Sonntag in die Notaufnahme brachte, dann auch irgendetwas komisches abgewinnen. Kann soooo schwer ja nicht sein. Und womöglich lacht ja mein Publikum ohnehin bereits, und fragt sich, wie sie das dann auch wieder hinbekommen hat, dieses Sensibelchen. War aber so schwer gar nicht, das will ich anmerken: Fisch kaufen, Fisch hastig herunterschlingen, möglichst dabei noch ein wenig Small-Talk und Wuschhh! da hängt’se auch schon im Halse. Kann man tolerieren, sicher. Eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden, eine Nacht. Nein, kann man spätestens dann nicht mehr, wenn der Hals zu schwillt, die Luft knapp wird und der Husten mehr nach dunkler Gasse hinter einer alten Seemannskneipe klingt und auch am Morgen danach nicht auskatert. Das wünscht ich wirklich mal meinem größten Feinde! Von Herzen!

Wie auch immer. Nachdem man mir im ersten Krankenhaus dank fehlendem Equipment nicht helfen – mir aber nach jahrelangem Medizinstudium wenigstens ein paar tolle Horrorgeschichten aus Grimms Pschyrembel auftischen konnte, landete ich irgendwann in der HNO Klinik in Ludwigshafen. Ein Buch könnt ich darüber schreiben, ungelogen. Und jedem Mörderinstrument, mit dem sie mir von der Nase aus den großen Zeh untersuchten, würde ich ein ganzes blutiges Kapitel darin widmen. Und am Ende würde ich dem Arzt mit einem “Schau mal!” das Lidocain in die Augen sprühen, damit er nicht zusehen muss, wie ich ihm den Finger abbeiße. Ach, wir wollten eine Komödie, stimmt. Also schieb ich ihm das Endoskop durch die Ohren und hänge zwei dieser witzigen Augenspiegel dran. Naja, eigentlich war der Herr Doktor ja ein ganz netter … kann ja auch nix dazu, dass er an so ein Sensibelchen wie mich gerät. Aber genug davon.

Nur woher dann diese Gute Laune? Die Lust am Leben nach überlebter Fremdkörperaspiration? Verlust an grauer Substanz im schwarzen Zentrum meines Gehirnes in Folge Sauerstoffmangels? Tiefenrausch? Na, eigentlich war es nur ein Anruf, der mein Deprihirnzentrum hinter den Mond katapultierte. Ich hoffe auch wirklich, dass ich euch schon in wenigen Tagen etwas mehr davon erzählen kann. Das Wetter dazu, eine richtig schöne Rudertour auf dem Rhein … ach, ich fühle mich heute Abend wirklich großartig. Sogar dieser Unbekannte, der dauernd mein “Bitte-Keine-Werbung”-Schild vom Briefkasten abreißt und sich somit seine Prospekteinwurf-Quote aufbessert … jappp, sogar der ist mir egal. Im Gegenteil sogar, ich würde ihn gern zum Essen einladen. Mit gutem Wein, einer leckeren Suppe … und ja, natürlich ein richtigggg leckeres Fischfilet für den Herrn. Es käme von Herzen!

Aber dann lass ich erst wieder irgendwo, dass es niemanden gibt, der “nur böse” ist – man möge ihm nur lang genug Zeit geben, auf dass er seine andere Seite zeige. War’s Twain der’s schrieb? Ich weiß es nicht. Sehr kluger Satz, ein hilfreicher dazu! Und wer weiß, vielleicht hält mir der Prospektzusteller irgendwann, irgendwo auch mal die Türe auf. Zu wünschen wär’s mir jedenfalls. Und vielleicht, aber nur vielleicht, lässt sich dieser Satz auch erweitern, sich auf Dinge abbilden. Wer weiß wofür mir diese Gräte noch dienlich sein wird (japp, wo sie nämlich noch immer im Halse steckt!) … ich hätte da so was wie eine Vorahnung.

Aber ich schweife ab … und weiß nicht mal mehr wovon. Schlaft gut

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