Ist sie gerettet?

Toll war’s – meine allererste Lesung! Aus den geplanten 90 Minuten wurden drei Stunden, aber niemand ist aufgestanden und gegangen – die etwa 30 zuschauenden Zuhörer waren mucksmäuschenstill in der Tucholsky Buchandlung in Berlin am letzten Dienstag. Niemand wies mich darauf hin, dass die Zeit unbemerkt verflogen war. Ich habe ca. eine Stunde gelesen, den Rest der Zeit muss ich frei heraus erzählt haben … kam mir gar nicht so lang vor. Premiere also, Feuerprobe bestanden, glaube ich. Eine Rezension der Lesung von Jeannette Hagen findet sich hier. Die nächste Lesung ist am 11.6. in Suresee in der Schweiz, danach werden es mehr und mehr. Ihr findet die Termine in Kürze alle auf meiner Event-Seite. Und wo wir schon beim Thema sind: Hier ein selbstgemachter Buch-Trailer, in dem ich ebenfalls lese:



Weiter ging’s zur Sendung „Zibb“ beim rbb, danach zum MDR nach Leipzig in die Sendung „Unter uns“ (ab Position 31:00min). Das Feedback nach den Sendungen war wieder wunderbar. Also mache ich weiter!

Über eine Rezension auf Amazon habe ich mich besonders gefreut. Der Vergleich mich Pirsigs „Zen oder die Kunst ein Motorrad zu warten“ ist ein großes Kompliment – ich fühle mich in diesem Text sehr gut verstanden. Und es stimmt, was da über die Mediale Monsterwelle geschrieben wird. Kann ich sie surfen oder wird sie mich unter sich begraben? Besteht Gefahr, ob all der Euphorie die ich teile?

„Glück ist nur echt, wenn es geteilt wird“ … ich teile gern – meine Freude – auch über die Mediale Welle. Aber am Ende: Wenn sie mich verschlingt, auszieht, entblößt: auch das wäre eine Freude! Ich freue mich über das, was ist. Was anderes bliebe, als das. Liebe, Glück, Freude, Teilen … ich denke, es ist das „sinn“vollste was zu tun bleibt – in einer Welt, der ich allein einen „Sinn“ geben kann. Wenn ich surfe, dann will ich surfen! Wenn ich ertrinke, dann ertrinken … mit Haut und Haar. Wie heißt es im Zen: „Wenn du gehst, gehe – wenn Du stehst, stehe – dann wanke aber nicht!“

In diesem Sinne: Wir alle werden irgendwann ertrinken, es wäre immer nur eine Rettung auf Zeit. Ich surfe einfach, als wartet die Ewigkeit im Moment auf mich! Es ist gut, so wie es ist, alles andere muss mich jetzt nicht kümmern. Danke für diese tolle Rezension!

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