Zwei Fotos, eine Seele

… die alten Fotos tauchen ja nun ohnehin im Netz auf. Also. Here we go. Etwa 20 Jahre liegen dazwischen. Zwei Fotos, eine Seele. Keine Ahnung welche Unordnung ich da in die gesellschaftlichen Gedankenschubladen bringe, wo ich doch nun behaupte Beides und doch nichts davon zu sein. Aber Schubladen sind mir auch zu klein geworden. Ich bin und bleibe mein wirkliches ICH und dieses Lächeln hinter allen unwirklichen, abstrakten Gedanken – jenseits aller Meinungen und Selbstbilder. Auch mein Körper ist nur ein Vekikel meiner Seeele und er verändert sich ohnehin sekündlich – jede Zelle ist alle sieben Jahre eine neue, und am Ende zerfällt „dieser Körper, der viele Körper ist“ ganz. Wer sich daran klammert und darüber identifiziert, der zerfällt mit ihm. Wer mich nur nach meinem Körper oder meinen Gedanken beurteilen und einsortieren will, wie soll der jemals begreifen, wer er selbst wirklich ist!?

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Nachtrag: Ich weiß, ihr seid neugierig. Da einige wegen der Hormontherapie fragten und was die verändert hat: Ich finde ja, ein Lächeln verändert am Meisten – alles wichtige findet sich in den Augen. Aber hier noch ein paar Bilder. Und ja, ich bin selbst sprachlos immer, wenn ich die alten Fotos sehe. Die anderen körperlichen Veränderungen kann sich jeder ausmalen. Die Nebenwirkungen und Risiken auch. Ich glaube zudem, dass, wer mit sich im Frieden ist, auch zu seiner Vergangenheit stehen kann.

Der schönste Kommentar bisher: „Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich.“ – Hermann Hesse. Danke.

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