Ein neues Abenteuer

Vor ein paar Tagen habe ich endlich den Entschluss gefasst, ein ganz neues Abenteuer in Angriff zu nehmen. Der Gedanke begleitet mich schon seit über einem Jahr, aber jetzt ist die Entscheidung reif und sie eröffnet mir ganz neue Möglichkeiten als Autorin und Abenteurerin: Ich werde in einen Reisebus umziehen und arbeite zukünftig als digitale Nomadin an weiteren Büchern – irgendwo da draußen, im Bus, im Zelt …

Mehr dazu gibt es hier auf einer neuenm ganz eigenen Seite: http://www.jakait.com/vanlife/
 

 

Herz an Kopf

„Ist nett gemeint, lieber Kopf! Du, vielleicht steckten wir beide, du und ich, Herz und Kopf, noch früher in schmerzhaften Situationen fest, und wurden wieder und wieder verletzt. Gott, allein die Schule, weißt du noch? – und was die uns alles eingeredet haben! Klar, hast einen Kinderpanzer mit Kanone damals aus uns gemacht, willst aufpassen und dich wehren, dass das ja nie wieder geschieht. Aber die Umstände sind heute andere, nicht wahr? Und die Schule kann uns mal, weißt du noch wie wir damals dort rausgeflogen sind, das war Teamwork!


Die Bedrohungen sind eigentlich weg und du hättest so viele andere Möglichkeiten heute, um damit umzugehen, hörst du! Du bist gar kein Kind mehr, du bist erwachsen geworden! Du brauchst keine Panzer, du brauchst nicht stärker sein oder besser – du brauchst dir keine Urkunden, Noten oder Blechpokale mehr zu verdienen.

Es ist ok so, wie du bist!


So viele Bedrohungen sind nicht mehr da! Und du bist viel größer, wehrhafter und klüger geworden!
 Es sei denn … du suchst diese Bedrohungen wieder und wieder, versuchst sie mit den alten Mitteln zu lösen, weil du noch festhängst in deiner alten Welt. Ist es nicht so? War es nicht so! Kannst nicht loslassen, oder? Weil so ein starkes Gefühl dabei war damals, weil es sich so eingebrannt hat!


Ich will nur etwas anderes fühlen jetzt, sonst nichts, hörst du? – und da ist so viel mehr zu fühlen, glaub mir! Lass uns das fühlen, was jetzt ist! Ok? Nicht das, was mal war .. und wieder war, und wieder war. Ich bin müde, Kopf, fahre doch den Panzer bitte langsam rechts aus dem Kreisverkehr, der sowieso immer enger wird! Rechts, schaffst du das noch! Bitte nicht links! Danke, habe dich lieb! Wir schaffen das!“

‚Ja, das macht schon irgendwie Sinn, dachte sich der Kopf.‘

Gedanken, so allein auf dem Ozean – Entwurf „Liebe und die Kunst, sich hinzugeben statt sich herzugeben“ / Janice Jakait / ISBN 978-3958031302 / 2017 / Scorpio Verlag

Ankündigung zum nächsten Buch

„LIEBE oder die Kunst, sich hinzugeben statt sich herzugeben“ Nun ist es offiziell: unter diesem Titel erscheint spätestens im Spätsommer 2017 mein nächstes Buch. Wieder im SCORPIO Verlag. Ca. 240 Seiten, broschiert. Es kann bereits vorbestellt werden.

Liebe oder die Kunst, sich hinzugeben statt sich herzugeben / SCORPIO / 2017Klappentext: Über nichts wird so viel geschrieben wie über das unermessliche Wunder der Liebe – und nichts schmerzt uns so sehr, als wenn wieder eine Beziehung, die doch so hoffnungsvoll begonnen hatte, zerbricht. Nur zu gut weiß Janice Jakait, wie es sich anfühlt: das ewige Suchen und Daten, toxische Beziehungen und tiefste Einsamkeit, hochfliegende Verliebtheit und völlige Verzweiflung. Doch dann offenbart sich ihr ein Sinn und eine Chance in all den Irrwegen, Krisen und Enttäuschungen, und daran beginnt sie zu dem Menschen zu wachsen, dem sie selbst gern begegnen würde. Sie verabschiedet sich von falschen Erwartungen und Vorstellungen über die Liebe, sie stellt sich ihren tiefen Bedürfnissen und Ängsten, lernt Nein! zu sagen zu Zweckbeziehungen und zur völligen Verkopfung.
Und dann steht die Liebe plötzlich vor ihr …

Ich freue mich sehr auf dieses neue Buchabenteuer!

Affenzirkus

Im Bewusstsein strebt alles nach Gleichgewicht und Stabilität – das Gute, das Schlechte, das Richtige, das Falsche ….
Und wenn man uns wie konditionierten Affen beibringt, auch noch im letzten Dreck im Supermarktregal und in jeder Fake-Geste anderer etwas Gutes zu erkennen, dann bleiben am Ende eben nur noch wir selbst übrig, um darin das Schlechte zu sehen. Wer im Außen zu jeder Verlockung Ja! sagt, dem bleibt nur noch das Nein! zu sich selbst.

Jenseits von richtig und falsch …

Es gibt einen neuen Podcast. In dieser Episode beschäftige ich mich mit dem bekannten Zitat des persischen Mystikers Rumi, der da sagte, dass es jenseits von richtig und falsch einen „Ort“ gäbe, an dem es ganz besonders schön sein soll. Ich nehme euch mit auf eine Gedanken-Reise dorthin, um am Ende der Folge tatsächlich auch beim Zauber dieses wunderbaren Ortes anzukommen. Dazu empfehle ich für diese Reise Kopfhörer (Außenaufnahmen).

Hier gehte es zur Episode

Der Traum

Ich hatte einen sehr intensiven Traum letzte Nacht, um nach dem Aufwachen festzustellen, dass er wirklich mal genau so passiert ist:

Ein grauer, komplett verregneter Herbst-Nachmittag im Erzgebirge. Ich, bestimmt schon ganze acht Jahre alt, komme nach Hause vom Spielplatz, kann kaum sprechen, weil ich sonst einfach nur heulen würde. Mama spürt zwar dass etwas nicht stimmt, bohrt aber nicht weiter nach und hört irgendwann auf zu fragen – es stimmte letztlich andauernd irgendwas nicht mit mir, und selten war es tragisch. Es wurde dunkel draußen, und kalt! Schrecklich kalt! Als ich ins Bett muss, kann ich es nicht mehr unterdrücken, heule Pfützen und Mama gibt jetzt natürlich keine Ruhe mehr, will endlich wissen was los ist …

„Es ist ganz allein und nass und es friert doch jetzt Mutti!“
„Wer ist allein?“
„Ja das Plüschtier!“
„Welches Plüschtier?“
„Das bei den Garagen in der Pfütze liegt. Es ist ganz kaputt und liegt bestimmt schon ganz lange da.“

Und wer mich kennt und weiß, wie ich lange und intensiv ich heulen kann, der weiß natürlich auch, dass meine Mutter irgendwann nachgeben musste: „Dann bring es eben morgen mit! Dann schauen wir.“

Ich wachte als erste auf, und an diesem Tag wollte ich auch ausnahmsweise mal nicht liegen bleiben oder gar ein Fieberthermometer an die Glühlampe halten – es war immer noch dunkel draußen, mir blieb etwa noch eine halbe Stunde, bis ich mich für die Schule fertigmachen musste. Also zog ich mich schnell an, rannte aus dem Haus …

Mama, die mit einem kleinen Plüschtier gerechnet hatte, das sich schon irgendwie auskochen lies, schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Ich sehe sie heute noch vor mir, wie sie an der Wohnungstür steht und ihr einfach komplett die Worte fehlen. Aber ich stehe schon in den Startlöchern für die nächste Heulattacke, ihr bleibt keine Zeit für Vernunft. „Dann wirf es erstmal in die Badewanne!“

Das arme Ding war sicher mal etwa siebzig Zentimeter lang, völlig zerfetzt, mehr Pfützendreck als Plüschtier. Ich stand im Hausflur neben einer Lake aus dreckigem Pfützenwasser und grinste Mama an. „DANKE!“
Als ich aus der Schule kam, hatte Plüschi schon zwei Touren in der Waschmaschine hinter sich. Wir schätzen, dass er, sie, es … mal ein stattlicher Bär war. Am Tag darauf schon ratterte die Nähmaschine in der Küche. Beim Ausstopfen durfte ich helfen und schüttet das neue Füllmaterial aus dem großen Sack. Papa stand daneben und schüttelte einfach nur mit dem Kopf.

Ja, und so wurden Plüschie und ich damals ziemlich beste Freunde … und so kam ich zu diesem Traum letzte Nacht. Als Mama fertig war, ent-puppte sich Plüschie übrigens als ein waschechtes Sitzpferd – alle waren überrascht, sogar Papa!

Ja, ich war schon ein tolles Kind, und mit meinen Eltern hatte ich wohl auch ziemlich großes Glück!

(Das Thema, über das ich gestern mit Freunden sprach, und dem auch ein ganzes Kapitel in meinem Buch gewidmet wird gerade, ist übrigens EMPATHIE. Und irgendwie passt das auch gerade dazu.)