Aus dem Leben …

… so aus meinem Alltag in der Öffentlichkeit. Also falls ihr euch fragt, warum ich das alles mache und den Kopf und die nackte Seele für mehr Liebe, Ehrlichkeit und Miteinander hinhalte und temporär auch Seiten auf Grund pauschal sexistischer und rassistischer Kommentare schließen muss. Hier ein paar brandneue, harmlose Kommentare, die mal nur mich allein betreffen, die teile ich gern:

  • Kann die Alte nicht endlich ihre Fresse halten. Merkt ihr überhaupt, was da abläuft. Ihr lasst euch blenden!
  • Warum hat sie so eine tiefe Stimme. Als homosexueller Mann kommen manchen Leute (gemeint sind Transgender!) besser rüber. Ist eine Schande, wie manche Leute sich und ihr Leben verunstalten und jemand anders sein wollen, der sie nicht sind.
  • Lustig ist, das man die [Frau] provozieren kann, wie man will. Die ist nicht fähig, „halt die Fresse“ zu sagen.
  • Warum wird die nicht Priester? […] Eine sehr unzufriedende Frau.
  • Muss man da Jakait heissen? Und mit dem Ruderboot waren schon andere Frauen unterwegs. Tut mir leid, aber bei der geht mir die Hutschnur hoch.
  • Das kommt, weil in der Ehem. DDR die Leute noch sehr unreif und rückständig sind. [Frau Jakait, Ossi] setzt sich mit Dingen auseinander, die bei uns schon lange kalter Kaffee sind. Nach der Wende war alles neu und aufregend. Man wollte, wie die Westler sein, Psychologie war für die Leute dort in und auch der Kapitalismus. Entweder man philosphiert oder man entwickelt sich zum neureichen Ballermann ohne Niveau. Was sie Frau erzählt, ist nichts neues.
  • Es wird mit diesen esotherishcen Weisheiten allgemein übertrieben. Kann die Frau auch „Scheisse“ sagen, oder ist das verpönt?
  • Wer Scheiße baut und dann noch Angst (!) vor (!) seinem guten Ruf hat, wird öffentlich an den Pranger gestellt. Du bist nix [Janice Jakait, hast] keine Courage, zu [deinen] Macken öffentlich zu stehen. Diesbezüglich kann ich nur sagen; das ist das Verhalten eines Versagers. Und was willst du wirklich? Bewundert werden und ein Profil stärken? Das brauche ich nicht, denn ich weiß, das ich diesbezüglich was besseres bin […] Ihr fühlt euch minderwertig und wisst, dass ihr mir nicht entgegen setzen könnt.(sic!, Original inkl. Fehlern)

Meine Macken? Ich würde mich einfach nur abgrundtief schämen sowas als Mensch einem anderen Menschen zu schreiben, das ist meine Macke. Aber ich denke, diese Menschen habe ich als Spiegel auch abgeholt irgendwo in ihrem Selbsthass, nein? Sowas passiert regelmäßig, natürlich gern anonym, da fühlt man sich beachtet, wahrgenommen, mutig, mächtig und überlegen für fünf Minuten, hat mal das Irrgefühl von Kontrolle und Aufregung im Leben und ein Ventil für den ganzen aufgestauten Frust. Ich hoffe ihnen geht es nun etwas besser, ich habe es gelesen, auch an Tagen wie vorgestern, mit einem Todesfall in meiner Familie. Gern geschehen, jetzt bekommen sie bitte ihr eigenes Leben in den Griff, danke! Sie machen mir noch mehr Mut weiterzumachen und bestätigen meine Prinzipien unbeabsichtigt auch noch, danke dafür. Leider erwischt es auf meinen sozialen Webseiten auch gern Randgruppen und Minderheiten ganz pauschal. Aber auch Internet-Trolle und rassistisch, sexistische Wutbürger sind irgendwo eine Randgruppe und Minderheit und verdienen folglich Vergebung und Mitgefühl …

Irgendwie fällt mir dazu Matthäus 7 aus der Bibel ein: „So wie du richtest, wirst du von Gott gerichtet. Was versuchtst dem anderen den Splitter aus dem Auge zu ziehen – siehst du das Brett vor dem eigenen Kopf nicht?“
“Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.” ― Hermann Hesse, Demian…
„Einen anderen zu hassen, ist wie selbst Gift zu trinken und zu hoffen, dass der andere daran stirbt“

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