Nur Zeit …

Von allem trennt uns doch nur die Zeit.
So wie in der Ewigkeit,
findet auch im Augenblick alles zusammen.
Was uns trennt sind nur Geschichten,
die sich erzählen, wenn die Nadel
in einer Rille aufsetzt,
und sich die Zeit zu drehen beginnt.
Mal vorwärts. Mal rückwärts.
Erwartungen. Erinnerungen.
Bis der Tonarm sich wieder hebt,
und im Moment der Stille
alle Zukunft und Vergangenheit,
jedes Du und Ich, und alle Geschichten
nur mehr ein gemeinsames Schweigen sind.

Liebe, immer wieder Liebe

Was nützt dir das größte Haus, wenn dich niemand wehmütig verabschiedet, wenn du zur Tür hinaus gehst, und dich keiner mit einem Lächeln empfängt, wenn du zurückkehrst? Was bringt dir das schnellste Auto, wenn es dich nur schnell an Orte bringt, aber nicht tiefer in dein Herz? Was bringen dir Blumen, die keiner für dich gepflückt hat? Was willst du mit Diamanten, wenn dich niemand anstrahlt? Was ist das für ein Leben, wenn du keinen Menschen liebst; dich selbst nicht, und keinen anderen!



Ein Augenblick nur,
und wir haben alles gesehen.
Ein Schweigen zwischen den Worten,
und wir haben alles verstanden.
Ein einziger Herzschlag,
und wir haben alles gefühlt.
Wir haben gelächelt,
und das war alles.

– janice jakait
 

Im rechten Licht

Die Menschen drehen sich zumeist nur um sich selbst und spielen ihre kleinen Spielchen mit dir; unbewusst oder gar mit voller Absicht. Dann sagen sie dir, dass sie dich mögen oder gar lieben, (nur) weil es ihnen gut mit dir geht oder sie sich viel von dir versprechen. Und dann ist dir ihre Zuwendung erst einmal gewiss, und sie schenken dir all ihre Zeit und überhäufen dich mit Aufmerksamkeiten und Versprechungen; weil sie sich selbst großartig dabei fühlen und dich mit deinen Sehnsüchten verwickeln können. Das nennen sie auch gern Altruismus oder Selbstlosigkeit dann, wo es sie besonders viel kostet. Einige werden auch einfach gern gebraucht und lassen dich immer bedürftiger erscheinen, verstehst du, weil sie sich sonst selbst hilflos, wertlos und bedürftig fühlen.

Die wenigsten Menschen sehen oder fühlen dich wirklich, da wo du stehst. Aber genau die gilt es zu finden, und so ein Mensch solltest du sein: Ein Mensch, der stets mit dem Herzen gut fühlt, sieht und hört, – das Unscheinbare, das Stille, das Echte! Ein Mensch, der sich auch nicht von inszenierten Dramen oder imposanten Feuerwerken im Kopf oder Körper aus seiner emotionalen Mitte reißen und in eine nahezu unentrinnbare Scheinwelt entführen lässt, die den vernünftigsten und klügsten Gedanken stets einen unvernünftigen Schritt voraus eilt; die den Geist in endlosen Gedankenschleifen beschäftigt hält, und die Herz und Körper, die nicht mehr mitkommen, laut stöhnen lässt. Wenn Körper, Geist und Seele nicht mehr im Gleichklang klingen, dann weiß du bald nicht mehr, was du tatsächlich fühlst oder denken sollst, und am Ende weiß du nicht einmal mehr, wer du bist und was du eigentlich willst. Dann zahlst du einen unangemessen hohen Preis, denn dann kostet es dich deinen Frieden mit dir selbst.

Und du bist naiv, wo du dir in deiner Welt auch nicht vorstellen kannst, dass Menschen dich in vollem Bewusstsein sogar belügen, manipulieren oder ins Chaos stürzen würden, um sich an deinen Gefühlen und Reaktionen zu berauschen und zu bereichern, damit sie sich selbst spüren können. Die leuchtendsten Menschen sind auch zumeist voller Abgründe, mein Kind, – das möchte ich dir mit auf deinen Lebensweg geben!, – Abgründe, so tief und dunkel, dass sie meist selbst nicht mehr auf den Boden hinabschauen können; dass sie nicht einmal mehr erahnen, was sie aus dieser Tiefe heraus bewirken, und dass ihr Leben und Lieben gar kein Fundament hat. Sei achtsam, höre immer auf diese Stimme in deinem Bauch. Bringe sie niemals mit vermeintlicher Vernunft oder naiver Hoffnung zum Schweigen. Sie ist der einzig rechte Wegweiser, der dich zu Menschen führt, denen du tatsächlich vertrauen kannst; auch weil sie ihre Schatten kennen und integriert haben, weil sie ganz bei sich sind und überhaupt darin erst wirklich bei anderen sein können. Und lerne deine eigenen Schatten kennen, und übernimm Verantwortung dafür! Sie wurden dir in deiner Naivität auch von anderen aufgebürdet. Du musst sie nun tragen, konntest dich nicht immer dagegen wehren. Das ließ sich leider nicht vermeiden. Sei nicht böse auf dich und quäle dich nicht mit endlosen Schuldfragen, – an der Schuld eines anderen hätte auch meist ein anderer Schuld, das führt nirgendwo hin.

Zu wachsen und zu reifen bedeutet Verantwortung zu übernehmen, dich gesund zu verbinden und abzugrenzen und damit aufzuhören, in allem nur das Gute und Schöne zu hoffen und das Böse und Hässliche nicht sehen zu wollen. Diese Naivität musst du zwar aufgeben, aber verliere niemals deine Unschuld, denn dann erblickst du nur noch Abgründe in der Welt. Die Wahrheit ist weder schwarz noch weiß, also gibt acht bei allen Menschen, die kein Grau mehr kennen. Hüte dich vor den weißen Engeln ebenso, wie vor den schwarzen Teufeln. Und versuche selbst kein Engel zu sein, und lass dich auch nicht stellvertretend zum Teufel erklären. Sei einfach ein authentischer Mensch, sei dir deines Lichtes, aber auch all deiner Schatten gewahr. Setzte dich mit dir und diesen Dingen auseinander, – die meisten werden sich selbst und nichts davon jemals verstehen. Trage dein Licht unbeirrt in deine Dunkelheit hinein, dann erscheint auch die Welt um dich herum im rechten Licht. Und dann erkennst du auch ohne Zweifel, was Liebe und Bedingungslosigkeit wirklich bedeuten. Übe dich in Geduld, nimm dir Zeit, um dich und andere Menschen kennenzulernen; lasse dich nicht blenden, beirren oder beschleunigen. Nur die Haltlosigkeit hat es eilig, nur die innere Leere duldet keinen Stillstand. Das Richtige überrollt dich nicht und läuft dir niemals davon. Es schenkt dir stets Klarheit und tiefen Frieden!

**Dinge, die ich meinem Kind mit auf den Lebensweg geben würde … und die ich wünschte auch selbst früher erfahren zu haben.**

Ungezügelte Gefühle

Ich bin 41 Jahre alt, und ich schäme mich nicht dafür, zuzugeben, dass ich erst heute Morgen vollumfänglich begriffen habe, dass man sich für seine Gefühle weder entschuldigen, noch rechtfertigen oder erklären muss. Es mag durchaus sein, dass man sich aus den falschen Gründen so fühlt, dass man Situationen oder das Wirken anderer Menschen falsch einschätzt, dennoch ist jedes Gefühl erst einmal erlaubt. Denn es ist eben da!
Und jedes Gefühl ist richtig, darf gefühlt und ausgedrückt werden; sollte gefühlt und ausgedrückt werden! Denn erst dann geht es und erlaubt überhaupt erst klare und objektive Gedanken.
Welches Handeln und welche Konsequenzen sich aus diesen Gefühlen ergeben, ist dann eine völlig andere Sache, erst da kommen Verantwortung und Vernunft ins Spiel. Aber nicht schon vorher. Jedes Gefühl darf angeschaut und bewertet werden, aber erst dann, wenn es gefühlt wird, nicht vorher, um es zu relativieren oder zu unterdrücken. Leider habe ich das so in der Gesellschaft aber nicht gelernt, stattdessen aber, meine Gefühle stets zu zügeln und zu ersticken. In den meisten Situationen aber
ist dies überhaupt nicht gesund, notwendig oder gar von konkretem Vorteil; jedenfalls nicht für mich. Und ganz ehrlich: eigentlich auch niemals wirklich für andere.

Niemals

Sprenge alle deine Ketten,
mit einem fest entschlossenen Blick.
Dann geh und schließe hinter dir die Türen,
die sich dir niemals ganz öffnen wollten.
Lauf einfach, und blicke nicht mehr zurück.
Wage dich endlich auf den Gipfel
deines allerhöchsten Berges.
Fürchte stets die Tiefe,
aber niemals fürchte die Höhe;
Und steige niemals wieder hinab,
um dich dort unten, in dieser Furcht
in Sicherheit und frei zu wähnen…
Lass dich niemals wieder am Fuße
deines allerhöchsten Berges
von der Angst an Ketten legen.

Zwischen Worten und Gedanken

Ein Leben ohne Religionen, Kirchen und Tempel ist gut möglich. Aber ein Leben ohne Gott im eigenen Herzen ist hoffnungslos. Die von Gott sprechen, von hohen Kanzeln und Bühnen herab, lass sie reden. Die über Gott schreiben, in langen, gelahrten Werken, lass sie schreiben. Die meinen Gott beweisen oder widerlegen zu können, lass sie denken. Gottes Wahrhaftigkeit wartet in der Stille zwischen zwei lauten Worten. Gottes Weisheit erklingt im Frieden zwischen zwei vermeintlich wahren Gedanken. Gott wirkt dort, wo der Mensch nicht mit blindem Eifer und Tatendrang wütet. Suche die Erlösung und Hoffnung nicht im Vergänglichen der Dinge, noch im Naheliegenden der Gedanken. Gott im Herzen steht dir näher, als dir gottlose Menschen oder seelenlose Dinge jemals nahe sein könnten. Sei achtsam also, sei sanft und still. Sieh und höre genau hin. Lerne zu unterscheiden zwischen dem Schein des Unwirklichen und dem Licht der Wahrhaftigkeit. Entscheide dich mit deinem Herzen, nicht mit dem Kopf. Folge deiner inneren Stimme wieder und vertraue. Vertraue dir selbst und sei du selbst. Begegne allem auf Augen- und Herzhöhe, dann bist du auf Augen- und Herzhöhe mit Gott. Dann bist du mit Gott, in Gott und dann wirst du getragen, und alles um dich herum wird wieder beseelt und lebendig.

Vom König zum Diener

Verstand bleibt immer nur Verstand.
Ganz gleich womit Gedanken sich
identifizieren und assoziieren wollen,
sie bleiben immer nur abstrakter Geist.
Dieser Geist mag sich mit einem Körper
kleiden, mit zwei Händen und zwei Füßen,
mit Haaren und Sinnen, doch er bleibt
nackter Geist und nackte Gedanken.
Er mag sich biegen und winden, sich
in endlosen Gedankenschleifen darum
drehen, etwas anderes zu sein, als nur
Geist. Er mag sich zu Höherem und
Größerem berufen fühlen; zum Ding,
zum Ich, zum Menschen, am Ende zu Gott.
Doch nichts davon ist wahr; nichts hier
gehört ihm, und seine Gedanken vergehen,
so wie alles vergeht, an dem er sich zu
klammern und zu verwirklichen versucht.
So klug er auch sein mag, so vermag er
doch nichts anderes zu sein, als das, was
er ist: Eine Illusion von Wirklichkeit.
Und das zu erkennen, meine Freunde,
das bringt wahren Frieden. Es zwingt die
Gedanken wieder auf die Knie vor dem
Selbst, vor dem wirklichen Sein, vor dem
Unbegreiflichen und dem Undenkbaren.
Diese Weisheit zerrt das Ego vom Thron,
und macht aus einem falschen König
wieder einen demütigen Diener in
diesem Leib, in dieser Welt,
… und in Gott.

Und gewiss wird ein Gedanke jetzt denken,
dass das absurd sei, oder auch nur ein
weiterer unwirklicher Gedanke. Und so wird es
dem Ego weiter um Recht und Unrecht gehen,
anstatt dass es aus dem Weg geht.

Als ich alles verloren wähnte

Erst als ich alles verloren wähnte
und einfach nicht mehr weiter wusste,
da verstand ich zum ersten Mal,
dass es wirkliche Schuld nicht gibt.
Dass jeder jederzeit sein Bestes
gibt und das Richtige tun will;
dass das Beste aber oftmals leider
viel zu wenig ist, und das Richtige
nur ein etwas weniger Falsches.
Auch begriff ich, dass jeder Mensch eine
große Verantwortung trägt, für sich
selbst, aber auch für andere; dass aber
nur wenige wirklich in der Lage sind,
diese Verantwortung zu übernehmen,
ohne sie anderen unbewusst aufzubürden.
Auch stellte ich fest, dass Vergebung und
Selbstvergebung der einzige Weg ist,
um wirklichen Frieden zu finden; ganz
gleich wie die Umstände sich gestalten.
Erst als ich alles verloren glaubte und
keinen einzigen Schritt mehr weiter wusste,
erst da begriff ich tatsächlich auch den
Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl;
und warum jeder Mensch wirkliches
Mitgefühl verdient, und warum Mitgefühl
keinem eine Last sein muss. Im Gegenteil.
Und ich sah auch, dass ich niemals über
jemanden urteilen kann, dessen Leben
ich nicht durchleben musste. Und
dass seine Lebensgeschichte mir nur
da zur Last wird, wo sie mir die eigene
Lebensgeschichte vor Augen führt,
die ich selbst noch nicht (er)tragen kann.
Als ich nicht mehr weiter wusste, da
verstand ich überhaupt zum ersten Mal,
dass wir Menschen eigentlich gar nichts
wirklich begreifen. Dass wir all das
theoretische Wissen nämlich erst dann
verstehen, wo wir es auch umgesetzt,
erlebt und gefühlt haben.
Als die Welt über mir zusammenbrach,
erwachte ich ebenfalls zur Erkenntnis,
dass ich zwar hohe Mauern um mich
herum errichtet hatte, und unsanft
und übereilt gegen viele Mauern anderer
angestürmt war, dass ich aber selten
gesunde Grenzen ziehen und die Grenzen
anderer richtig respektieren konnte;
dass Mauern eben immer die letzten
Barrikaden sind, wo längst schon alle
Grenzen verletzt wurden; dass ein Berühren
und Begegnen weit vorher geschehen muss;
dass weniger dabei oft so viel mehr bewirkt.
Als nichts mehr ging, und ich nicht
mehr auf die Beine kam, da weinte ich
auch bitter um jeden Tag, den ich überstürzt
durch das Leben gehastet bin, statt im
eigenen Tempo der Seele durch einen Wald
zu schreiten. Und um jeden Schritt
trauerte ich, den ich nicht an der Hand
eines geliebten Menschen gegangen bin.
Als ich allein da lag, da verstand ich,
dass alles Glück dieser Welt nur ein
Glück ist, wo ich es mit anderen
teilen will, aber niemals muss.
Und dass jeder andere ein Teil von mir
und meiner Seele ist, ganz gleich ob ich
ihn liebe, fürchte, neide oder hasse.
In jedem begegne ich mir doch nur selbst.
Da fühlte ich mich wie eine Scherbe…
unter Milliarden von Scherben plötzlich.
Und anstatt weiter nach den wenigen
Bruchstücken zu suchen, die wirklich
exakt an meine Bruchkanten passten,
da begann ich einfach überhaupt mal
damit, Scherben mit mir zu verkleben.
So entstand keine wirklich perfekte
Vase vielleicht, sondern erstmal eher ein
Aschenbecher mit einer Art Rüssel dran
und zwei Flossen. Doch je weiter ich
mich verklebte, desto deutlicher zeigte
sich da etwas wundersam Schönes und
Unvergleichliches darin. Und irgendwann
wird dieses -Ding- fliegen!, daran will
ich nun fest glauben.
Und so will ich all meinen Mut,
und all meine Kraft zusammennehmen,
und mich weiter wagen und weiterkleben.

– janice jakait #NurSoGedanken

Was bleibt?

Zuerst beschleicht den Menschen eine beunruhigende Vorahnung, – ein wirkliches Begreifen will da einsetzen. Vielleicht Anfang vierzig oder Anfang fünfzig zum ersten Mal. Oder auch früher, wenn erschreckende Umstände ihn unsanft aus dem Lebenstraum reißen. Dann wandelt sich diese Vorahnung langsam, aber beständig zu einer Gewissheit, die eben nicht mehr nur Wissen, sondern plötzlich ein Erfahren und Erleben ist: „Gott, bald ist alles verloren!“
Wer bisher wenig gewagt, gefühlt und gelebt hat, der mag dieser Gewissheit über die Vergänglichkeit auch ebenso unaufgeregt und teilnahmslos ins Gesicht schauen, wie er dem Leben bisher unaufgeregt und teilnahmslos begegnet ist. Das Vergessen umhüllt alle Gedanken und Träume fortan mit seinem Nebelgewand und begleitet sie behutsam zur Tür und aus dem Leben hinaus. Die Welt winkt dem Menschen zum Abschied kurz nach, und dann ist er schon Geschichte,… eine Geschichte, die nichtmal in einem Geschichtsbuch stehen wird.

Wer im Leben hingegen den Verführungen der Sinne im Übermaß verfallen ist, wer unaufhörlich nur im Sichtbaren, im Greifbaren und Begreifbaren nach Erfüllung strebte, den trifft diese überraschende Vorahnung ungleich härter. Vermeintlich viel hat er zu verlieren, und so vieles will er noch gewinnen. Doch ganz gleich wie sehr er seine Sinne noch einmal an der Welt berauschen will, die Gewissheit holt einen jeden ein: „Gott, bald ist alles verloren.“ Aus dem Berauschen wird schnell ein Betäuben dann, doch die Gewissheit bleibt nackt und klar im Türrahmen stehen, bis sie begrüßt wird. Und dann mag man sich vor ihr zu Boden werfen und über die grausame Sinnlosigkeit eines Menschenlebens jammern. Für den scharfsinnigen Menschen der sinnlichen Welt nur, muss am Ende alles sinnlos und unsinnig erscheinen. Und man mag mit Gott im Übersinnlichen hadern, warum er sich denn nicht zeigt. Dann wird eine Stimme leise aus dem eigenen Herzen fragen: „Weil du niemals wirklich gesucht hast?“

Alles Wissen über die Welt und aller Treuglauben an Gott wird vom Vergessen zur Tür hinaus begleitet und ist verloren. Was der Mensch darüber hinaus besaß, das besitzen nun andere, bis sie es ihrerseits verlieren. Was vom Menschen selbst zurückbleibt, ist nur das, was über den Besitz, über den Leib, über die Sinne und die Gedanken hinaus den Menschen im Herzen überhaupt erst zum Menschen machte: was bleibt ist die Seele, die nicht verstanden, nicht besessen und nicht erblickt werden kann. Und sie bleibt nur dem, der sie mit ganzen Herzen und in Demut suchte…, der sie in sich selbst und im anderen suchte. Sie bleibt nur dem, der keine Seele im Leben verkümmern ließ und sie mit Gefühlen und Liebe nährte, weil er alle Seelen als die (S)EINE erkannte.

Sonst bleibt nichts.

Die Zeit tickt erbarmungslos herunter
und reißt alles mit sich hinfort.
Da bleibt kein Nest im Weltengeäst,
in dem wir uns vor ihr verbergen können.
Und auch im Dickicht unserer Gedanken
finden wir keine Zuflucht vor ihr.
Wir mögen alles besitzen und wissen,
doch der Zeit ist es völlig egal,
ob wir arm oder reich,
im Recht oder Unrecht sind.
In ihrer Gleichgültigkeit verschmäht
sie alles, was nicht wahrhaftig ist.
Darum folge deinem Herzen,
bevor es stehen bleibt. Folge deinen
sanften Gefühlen, bevor sie sich in
haltlosen Gedanken verirren.
Folge deiner Intuition ins wahrhaftige
Wunder deiner Gegenwart.

– janice jakait #Gedanken

Es ist dein Weg

Wenn du dir etwas in den Kopf gesetzt hast, dann höre damit auf, es irgendwie nur zu erwägen oder halbherzig zu versuchen, – sondern tue es, wage es, mit allem was du bist und kannst, bring es zu Ende. Ansonsten höre auf darüber nachzudenken, lass es los und finde dich endgültig mit der Gegenwart ab. Sich Dinge nur zu erträumen und vorzustellen, sie aber nicht auch konkret anzupacken, ist die mit Abstand größte Verschwendung von Lebenszeit… in Form von unnützer Denkzeit und Tagträumerei. Du hast ein Ziel? – Ein anderer Job vielleicht, eine andere Stadt, ein anderes Land, ein anderer Partner, ein ganz anderes Leben etwa? Was hast du zu verlieren? Dich und dein bisheriges Leben? Wenn du abwartest und deine Lebenszeit weiter verstreichen lässt, verlierst du ebenfalls jeden Tag ein Stück von dir selbst, und am Ende verlierst du ohnehin alles. Und wenn es schief geht mit deinen Zielen? Dann wird dich das Richtige erst finden in diesem Prozess, – es gibt kein Scheitern für den, der seinem Herzen folgt. Vertrau mir. Ich habe alle meine Träume angepackt und verwirklicht im Leben. Einiges davon entpuppte sich im Nachhinein als unfassbarer Irrsinn und Leichtsinn. Und doch haben mich selbst meine größten Irrwege weiter zu mir selbst und zu „Gott“ geführt. Jenseits von richtig oder falsch gibt es einen Weg … es ist dein Weg, geh ihn mit ganzem Herzen!