Eine Kurzanleitung fürs Leben…

Räume mehr weg, als du liegenlässt.
So schaffst du Ordnung.
Repariere mehr, als auseinanderfällt.
Dann bleibt deine Welt heile.
Vergib häufiger, als du verurteilst.
Grenze dich ab, aber niemals aus!
So bist du mit den richtigen Menschen.
Wage stets mehr, als du dich fürchtest.
Riskiere mehr, als du berechnest.
Halte fest, aber lass auch wieder los.
So bewahrst du dir Freiheit und Unabhängigkeit
und kannst an neuen Erfahrungen wachsen.
Gib ein wenig mehr, als du nimmst,
gib dich aber niemals dabei auf!
Und nimm auch wirklich an,
was zu dir will, und sei dankbar.
Da wirst du haben, was du wirklich brauchst.
Sei eher demütig, als überheblich und stolz
Staune häufiger, als alles besser zu wissen,
und der Zauber der Welt bleibt dir erhalten.
Und denke daran, das Leben ist mehr als
nur schwarz und weiß. Also liebe!
Liebe dein Grau und das Grau
anderer Menschen.
So wird es bunt.

Loslassen

Loslassen … die große Lektion meines Lebens gerade. Alles loslassen, fließen lassen, bewusst wahrnehmen und im Gegenwärtigen präsent bleiben. Dann offenbart es sich wieder, das Unglaubliche und Undenkbare, und mit was für einer Kraft! Egal ob mir morgen das Finanzamt droht, ich übermorgen auf der Straße sitze oder der TÜV seit sieben Monaten fällig ist … ich tue was getan werden kann, vertraue mir und meinem Herzen, Schritt für Schritt, Tag für Tag; ich gebe mich hin, aber liefere mich nicht mehr aus. Meine Seele hat andere Prioritäten, als die Vergangenheit oder Zukunft in dieser kleingeistigen Welt, in der sich die Gedanken weiter drehen wollen. Nun will alles einfach nur gesehen werden, als das, was es wirklich ist. Aber wer kann das schon verstehen?!

Es war ein unglaublicher Überlebenskampf über Monate, und womöglich still erduldend über Jahrzehnte … so viele Konzepte im Kopf, wie alles sein müsste und was ich so dringend zu tun hätte, was aber einfach nicht mehr gelang, weil es gegen ein zutiefst wahrhaftiges Gefühl verstieß. Ein Kampf gegen Windmühlen war das. Und mit jedem Windrad das du anhältst, beginnen irgendwo zwei weitere Räder zu drehen. Je mehr du dich hingibst, aufhörst zu planen und zu kämpfen, und diesen Irrsinn zu durchschauen beginnst, umso mehr Gas gibt der Kopf, umso mehr will er sich verwickeln; erst im schönen Schein einer Welt, die er sich erhofft, und wenn das nicht mehr gelingt und Enttäuschung sich breit macht, eben in seinen dunkelsten Schatten. Die Vergangenheit in die Zukunft denken, das ist alles was Gedanken können. Und wo dies nicht mehr konstruktiv geschieht, und uns wirklich dabei hilft von A nach B zu gelangen, da werden Erinnerungen transformiert, in Hoffnungen oder Ängste, da läuft ein Film, mehr nicht. Und doch bleibt jeder Gedanke in seiner Natur leer, unwirklich und vom Gegenwärtigen und Wahrhaftigen entrückt. Ganz gleich ob diese Gedanken zur Routine oder gar Sucht verkommen sind, sie werden nicht wirklicher, nur weil sie ununterbrochen gedacht werden und die Gedanken davon überzeugt sind. Dem Schein erscheint sein Schein als wirkliches Licht. Doch seine Welt ist eine Lüge! Sein Selbst ist eine Lüge! Du bist so viel mehr als du denken kannst!

Dem Intellekt der sich durch Konditionierung verselbstständigt hat, ist jedes Mittel recht, sofern nur fortgedacht werden kann, was Kultur und Gesellschaft seit tausenden Jahren denken. Und wenn du weg bist, denken deine Kinder weiter. Und jedes Problem ist recht, wenn nur weiter nach Lösungen gesucht werden kann, denn Lösen ist Lernen, und je mehr wir lernen, umso komplexere Probleme können erdacht werden. Ein Teufelskreis, und je mehr man heraus will, desto tiefer gerät man hinein. Und ganz unten wartet die Hölle. Ich war da. Beginnt man das Spiel zu durchschauen, scheint schnell alles hoffnungslos und verloren, und die Dunkle Nacht zieht ein im Kopf. Der komplette Sinnlosigkeitsverdacht.

Und da sitzt du dann, nimmst die endlosen Gedankenschleifen wahr, und der Verdacht erhärtet sich mit jedem weiteren Gedanken: Dieser Verstand ist nicht mein Freund, geschweige denn bin ich das, was er da über mich denkt und mir einredet … und er denkt zum großen Teil nicht mal eigene und bewusste Gedanken. Er hat sich verselbstständigt und plappert nach, was die Welt ihm vorplappert, egal ob irdisches oder überirdisch spirituelles Geplappere. Jedes Wort ist entliehen. Clever ist er geworden, gerissen wie ein Teufel. Überzeugende Fantasiewelten, in denen er mit sich selbst ringen kann! – So wirklich scheinen sie, dass sie das Bewusstsein fesseln. Und unsere Welt fügt sich langsam diesen Gedanken. Die Umstände folgen der Einstellung. Ein großer Zirkus … was für ein unglaublich großer Zirkus. Doch solange einen das Programm in der Manege noch unterhält, wird keiner aufstehen und gehen. Nichts von dem was wir denken ist wahr und wahrhaftig. Nichts. Meinungen, Welt- und Selbstbilder, Abstraktionen, Abbildungen, Konzepte …. aber die Wirklichkeit ist eine völlig andere Welt. Gedanken haben keine Ahnung wer wir sind und was diese Welt ist. Das müde Lächeln im Spiegel morgens ist jedenfalls nicht die Begrüssung der Wirklichkeit und des undenkbaren Wunders, das du eigentlich bist.

Freiheit, welch großes Wort! Doch jede Freiheit die im Kopf versprochen und erhofft wird, führt nur tiefer hinein in dieses Gefängnis. Wir sind frei! … so unvorstellbar frei! Aber genau das mussten wir als erstes vergessen. Jede Freiheit hat nun ihren Preis, und wenn es das vehemennte Verdrängen der eigentlichen Unfreiheit ist, und andere und dieser Planet den Preis für uns mitbezahlen müssen. Dann hört man sie, die Kopfstimmen des Gewissens, des Mitleids und der Empathie, die sich um den Mantel des echten Mitgefühls streiten. Das Herz weiß es besser, sieht es doch die Welt, wie sie wirklich ist … und die Menschen, wie sie wirklich sind. Und es findet die richtigen für sich, wenn es wieder auf seinem Weg ist.

Aber wen kümmert das, solange der Kühlschrank voll ist, das Leben selbstverständlich und unendlich erscheint, genug Pferdewagen durch die Kopf-Manege brausen und ein Clown ab und zu einen erheiternden Witz über diese Welt erzählt. Alles funktioniert, solange wie es nur funktioniert …

Vor ein paar Tagen auf Facebook veröffentlicht.

Wege

Ich habe auf meiner Lebensreise zwei Wege im Denken und Handeln entdeckt, die ins absolute Unglück führen. Der eine ist, immer alles richtig machen zu wollen, um sich letztlich dann aus Angst vor Fehlentscheidungen einzuigeln. Der andere Weg ist es, immer Recht haben zu wollen, und dazu alles verstehen zu müssen… bis es dir letztlich über den Kopf wächst. Ich bin beide Wege bis ans gleiche bittere Wegende gegangen. Nicht schön. Gar nicht! Man hat dann einfach nur zwei Abgründe um sich, einen vor sich, einen hinter sich: totale Kontrolle und Null Gefühle, und auf der anderen Seite der stets drohende absolute Kontrollverlust. Keine Reiseempfehlung! Es gibt einen Mittelweg, der führt auch immer wieder nach Hause. Aber er braucht großen Mut!

Dahin

Vögel zwitschern und singen, –
Stimmen aus einer verborgenen Welt.

Mit ihrem betonten Schweigen
stimmt eine Eule mit ein,
in diese tosende Stille.
Von einem Ast blinzelt sie herüber, –
ein Blick aus einer vergessenen Welt.
Einblick in eine verlorene Welt.
Kristallene Klarheit umfängt mich.
Ewigkeit berührt mich in diesem Raum,
der sich ins Unendliche weitet.
Und ich weite mich in ihm.
Ein Bach ist ein Bach,
indem sein Wasser einfach fließt.
Hier nun kreuzen sich unsere Wasser.
Wie auch meine Seele,
so entspringt er einer anderen Welt.
Und in eine andere Welt fließt er.
Und einen Moment lang,
fließe ich mit ihm zusammen
dahin, dorthin, nach Hause …
zurück zur Quelle, zurück ins Meer.

Gedanken des Tages

Aus dem Leben einer Literatin …

Entweder wir fühlen alles, oder wir fühlen gar nichts mehr! Wirklich empfindsam in den glücklichen Momenten zu sein, bedingt auch, in den nicht so schönen Augenblicken empfindsam zu bleiben. Wer nicht mehr verletzbar ist, der ist auch nicht mehr berührbar. Schmerz, Angst und Sehnsucht gehören zum Leben, sind der Boden, auf dem Glück, Dankbarkeit und Demut wachsen … auf dem der Mensch selbst letztlich erst zum bewussten Menschen erwächst. Wer Gefühle unterdrückt, trampelt lediglich den Boden fest, bis überhaupt nichts mehr darauf wächst.

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Zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Weiß und Schwarz sehen die meisten nur blassgraue Wolken. Einige wenige aber erkennen den Regenbogen und die Vielfalt seiner leuchtenden Farben.

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Du bist zu spät dran heute. Viel zu spät! Und du warst noch nie zu spät zur Arbeit. Du schreibst auch noch auf dem Handy, kaum dass du mit dem Rad durch den Verkehr kommst. Und auf der Arbeit schreibst du weiter. Du warst immer vernünftig, ja vorbildlich fast schon, auch wenn du dir Mühe gabst, rebellisch zu wirken. Und jetzt sollen wir alles hinschmeißen und abhauen? Und jetzt bin ich die Vernünftige plötzlich? Ich seh schon, wir beide tun uns gut.

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Ich weiß nichts richtig, ich kann nichts richtig, aber eines mache ich richtig: ich erlebe richtig viel! Ich erfahre viele dieser Dinge, die sonst nur in Büchern stehen oder über die Filme gedreht werden. Meine einzigen „Skills“ sind Mut, Neugier und eine Überdosis Leichtsinn. Ich versage nur komplett darin, etwas Kluges und Vernünftiges aus meinen Erfahrungen zu machen. Das liegt aber auch schon wieder daran, dass mich längst was Neues fesselt, in dem ich mich „verrenne“. Jetzt komme ich aber ins Alter und werde ruhiger und tiefsinniger. Glaube das ist gut.

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Eigentlich hatten wir uns nur verliebt. Nun aber wägen wir schon gründlich ab, ob wir eine Revolution anstiften sollten, um am Ende zusammen erschossen zu werden, oder ob wir morgen einfach durchbrennen und irgendwann friedlich am Ende der Welt entschlummern wollen, faltige Hand in faltiger Hand. Wenn wir zusammen Zwiebeln schneiden, dann kommt es uns vor, als kochten hier Beauvoir und Sartre in einer engen Pariser Küche und weinen und ringen um ein einziges Wort nur, für dieses Gefühl, das sie verbindet. Aber sie finden keines, in keiner ihrer grandiosen Geschichten, die sie sich erzählen. Und nichts davon ist erfunden.

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Die größte Herausforderung für den Menschen besteht darin, einfach nur mal ein Mensch sein zu dürfen.

Gedanken des Tages

Alles macht Sinn.
Wirklich alles.
Alles war richtig.
Wirklich alles.
Alles fügt sich.
Wirklich alles.
Alles ist gesagt.
Wirklich alles.
Am Ende gings um alles.
Und nun seh ich,
alles geht um nichts.
Kopfschütteln.
Lächeln.
Ein Laut im Hals,
in den Leib gestossen,
der nicht ganz zum
lauten Lachen reicht.
Zusammenpacken.
Das ganze alte Leben.
Deckel drauf.
Schleife drum.
Fertig.
Untern Arm damit.
Auf zum Horizont.
Es wartet noch ein
ganzes halbes Leben.
Nichts mehr zu verlieren.
Wirklich nichts.
Nichts mehr zu fürchten.
Wirklich nichts.
Nichts mehr zu erklären.
Wirklich nichts.
Alles ist, wie es scheint.
Und doch, ohne den
träumenden Geist
ist nichts davon wahr.
Ein Traum voller Träume.
Ein Traum voller Träumer.
Ein Traum den ich träume.
Ein Traum der mich träumt.
Aufwachen.
Weiterträumen.
Aufwachen.
Weiterträumen.
Das ist alles.
Und nichts ist
jemals passiert.
In meinen Augen
kann ich es sehn.
Ohne einen Gedanken…
endlich verstehn.

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Liebe, so tief, so nah, so groß. Sie scheint dich an etwas längst Vergessenes zu erinnern. Und doch, alles ist jetzt ganz anders. Das kennst du so nicht. Und es kratzt dein Ego manchmal immer noch, das auch zuzugeben. Und diese Liebe hat dich auch gerettet, dich auf die Erde zurückgeholt, dich Überflieger. Aber soweit bist du noch nicht, das zu schreiben … weil, du schaffst ja immer alles allein! Schon klar. Ins Du flüchtest du dich nur in deinen Texten. #ImTraum

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Die Wirklichkeit gleich der Sonne. Sie bewegt sich auf Bahnen durch den Weltenraum, die wir nicht überblicken. Wir selbst drehen uns auf dieser Erde, und wahr scheint, dass sie auf- und untergeht. Die Nacht scheint ein Irrweg, und doch, wo die Sonne hinter unseren Horizont taucht, steigt sie für einen anderen Menschen in den Himmel. Kein richtig, keine falsch, nur Licht oder Dunkelheit; unsere Wahrheit ist nur eine Frage der Perspektive und des Standpunktes. Jeder Gedanke der eine Wahrheit denkt, kommt in der Wirklichkeit zur Welt, und löst sich am Ende wieder in ihr auf. Und wenn längst kein Mensch mehr ist, der die Wirklichkeit zu erklären meint, wirkt sie doch weiter und zieht ohne Erklärung ihre Bahnen … bis in ihr wieder einer die Augen öffnet, und sich Gedanken über die macht.

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Steckst du erstmal in einer Schublade, haben sie dich!

Gedanken des Tages

1. Die einen erkennen zwischen Schwarz und Weiss nur graue Kompromisse, die anderen sehen eine bunte Vielfalt an Möglichkeiten. Diese Wahl, was wir erblicken und leben wollen, hat jeder von uns. Und sie allein entscheidet darüber, ob wir im Augenblick ankommen und bunt, dankbar und glücklich sind, oder ob wir ewig nur nach Extremen und Perfektion streben, um herumeilen, bis wir grau und müde sind. Unser Leben selbst ist nichts anderes als ein Zwischenraum zwischen Schwarz und Weiss, Licht und Schatten, Geburt und Tod … wir entscheiden, wie viel Farbe wir ihm zugestehen.

2. Wo das Herz verschlossen bleibt, bleibt auch den Sinnen das Wesentliche verborgen.

3. Das Leben ist nur für die [viel] zu kurz, die auch eines leben.

4. Das größte Missverständnis zwischen dem Menschen und seinem Leben, ist der Ernst!

5. Ich hab PMS und GPS. Also, wo immer du steckst: Ich finde dich und geh dir auf den Sack damit!

6. Was einen hohen Preis hatte, das muss sich um jeden Preis weiter rechnen. Was einmal errungen wurde, muss gerechtfertigt und als alternativlose „Wahrheit“ verfochten werden. Das ist die gefährliche Natur, die allen Paradigmen, Weltbildern und Ideologien innewohnt. Wo z.B. ein System davon lebt und daran wächst, dass es Sicherheit und Gesundheit verspricht, da muss es irgendwann selbst ängstliche und kranke Menschen kultivieren, um weiter zu bestehen. Was nicht stets kritisch hinterfragt und neu zur Welt gebracht wird, das entartet irgendwann. Immer. Aus dem Paradigma heraus lassen sich am Ende die Lügen nicht mehr erkennen. Nur spüren! Was heute heilt, macht morgen krank.
Gesundheitssystem, Kosten: 250 Milliarden Euro pro Jahr …

Gedanken des Tages

Über die Liebe

Die Liebe ist eigentlich ganz einfach zu verstehen. Sie überreicht dir ein Geschenk, das so kostbar ist, dass du es gerade noch annehmen kannst und zu verdienen meinst, und das so groß und schwer ist, dass du es eben noch tragen kannst. Dann lässt sie dich damit allein, und sie hofft, dass du es nun trägst und daran wächst. Nach einer Weile kehrt sie zu dir zurück, und prüft, ob du nun für kostbarere und größere Geschenke bereit bist. Und immer wirst du meinen, mehr ginge nicht!
Und es geht doch!
Sie steigt so oft zu dir hinab wieder, wie du ihre Stufen auch hinauf steigst. Und wenn du oben angelangt bist, bei dir, bei ihr, wird sie sich dir selbst schenken und sich in deine Arme werfen, und dann vermagst du auch endlich, sie zu tragen und zu halten, in ihrer unermesslichen Kostbarkeit, mit ihrem ganzen Gewicht.

Über die Wahrheit

Die Wahrheit? Wir verschwenden dieses kostbare Leben mit Bullshit, den sich Menschen ausgedacht und uns eingeredet haben, die nichts anderes mehr sehen können, als diesen Bullshit; für die dieser Bullshit wenigstens erträglicher ist, als das drohende Nichts und die innere Leere. Menschen, die älter, größer oder einflussreicher als wir waren, und denen wir von Kindesbeinen an vertraut haben. Es ist Zeit erwachsen zu werden… den Funken im Herzen wieder zu entzünden, sich auf die eigenen Beine zu stellen und mit den eigenen Augen zu schauen.

Über den Glauben

Wenn du nicht an Wunder glaubst, wirst du keine Wunder erfahren.
Wenn du nicht an die Liebe glaubst, wirst du keine Liebe erfahren.
Wenn du nicht an dich selbst glaubst, wirst du dich niemals erfahren.
Wenn du nicht endlich bemerkst, dass dir in der Welt immer deine Überzeugungen begegnen, werden dir das größte Geheimnis der Schöpfung und dein wahrer freier Wille leider verborgen bleiben.
Übe dich daher im Glauben!

Über den Versuch, alles richtig zu machen

Nichts stürzt uns alle sicherer ins Unglück, als deine Versuche, ständig alles richtig zu machen. Gerade Menschen, die immer alles richtig machen wollen, haben oft überhaupt keinen Plan, was sich eigentlich gut anfühlt. Also hör endlich auf damit, und folge mehr deinem Herzen. Und das gilt eigentlich für Mütter ebenso, wie für Politiker und alle anderen. Aber eigentlich meinte ich durchaus auch erstmal mich selbst damit. Nobodies perfect.

Über das Ganze

Was sieht, kann nicht gesehen werden. Der Geist ist weit und groß, und doch passt er nicht in sich selbst hinein. Er erblickte schon den Anfang der Welt in sich, bezeugte deine Geburt, und längst erschaut er schon jedes Ende. Unveränderlich, unbegreiflich, unsichtbar für alle Sinne und Gedanken, die in ihm geboren, – allein das ist die wahre Natur des Geistes, er ist der Urgrund, auf dem alles erwächst und verwelkt. Er ist unsere wahre Natur. Ob du ihn Gott, Bewusstsein oder Unsinn nennst, er hört und stimmt dir zu.

Liebe ist …

Es reicht nicht, wenn du die Liebe nur am Straßenrand singen hörst und ihr ein paar Groschen in den Hut wirfst. Du musst dich nackt vor ihr hinwerfen, demütig vor ihr auf die Knie fallen und ihr alles geben, was du bist und hast. Erst dann kannst du auch sehen, wie lieblich sich ihre Lippen bewegen; kannst spüren, wie ihre Hände auf dir tanzen und ihr zitternder Atem dir den Atem raubt. Dann erst lässt sie dich wirklich kosten, und niemals wird dein Verlangen satt an ihr werden.

Liebe ist weit mehr noch, als Fantasie in Menschengestalt geschnitzt. Sie ist in ihrer Wahrhaftigkeit mehr als alle Fantasien, die ein Mensch überhaupt zu fantasieren vermag. Liebe erstickt in sicheren Komfortzonen ebenso, wie im begrenzten Vorstellungsvermögen, – damit sie auch in euren Leibern wieder atmen kann, müsst ihr raus aus dem ewig gleichen Beziehungs-Theater, das schon Generationen vor euch aufführten; raus aus dem endlos neuverfilmten Kopfkino, das seit Jahrhunderten die Massen unterhält; raus aus dem Kindergarten naiver Gefühle, die nicht erwachsen werden wollen; raus aus den Dramen und Märchen, die euch nur in Hoffnung einsperren, und ihr müsst rein, in die nackte, ernüchternde Realität. Habt Mut, lasst euch wieder anstecken von diesem Funken in eurem Herzen, der einfach nicht erlöschen will, dann verbrennt in der bitteren Enttäuschung, bis ihr selbst nur mehr Feuer seid und eure Flammen eure alte Welt in Brand setzen. Diese Liebe ist nicht mehr zu kontrollieren oder zu bändigen, sie brennt alles nieder, was nicht echt ist, bis nichts mehr übrig bleibt, als Asche und Wahrhaftigkeit.

Nur die Liebe vermag wieder zu beseelen, was die Vernunft entseelt hat. Das ist alles. Das ist Weisheit.
 

Liebe ist… eine kleine Erinnerung und Wiedereinführung:

  • Wenn klar wird, dass zu viele große Worte, auch zu viele große Momente kaputtmachen können, und dass Sprachlosigkeit ein wichtiger Teil der Kommunikation sein kann, … ja, wenn die Tosende Stille für sich selbst sprechen darf.
  • Wenn ihr wirkliche Verantwortung füreinander und eure gemeinsamen Wünsche und Bedürfnisse übernehmt, ohne die Selbstverantwortung und Achtung vor euch selbst zu verlieren.
  • Wenn sich bei euch beiden auch die Angst und Unruhe zeigen darf, mal sich selbst und die Kontrolle zu verlieren, und gerade darin plötzlich eine wirkliche Bindung, ein Vertrauen und ein WIR entstehen. Ganz sanft, fast von Selbst, ohne Zwang, ohne Druck.
  • Wenn ihr konzentriert im gleichen Raum arbeiten könnt, und das doppelt so schnell wie früher, mit doppelt so vielen gemeinsamen Pausen.
  • Wenn die Tage vergehen wie Minuten und doch die Zeit stillzustehen scheint. Der unendliche Augenblick, es gibt ihn!
  • Wenn die Pflanzen in euren Räumen wieder knospen und ausschlagen, ohne dass sie auch nur einen einzigen Tropfen mehr Wasser gesehen haben.
  • Wenn ihr die gleichen Platten liebt und hört, die ihr seit 25 Jahren kaum einem mehr vorgespielt habt.
  • Wenn selbst Death Metal wieder beim Geschirrspielen angesagt ist, und so romantisch tönt, wie Frédéric Chopin.
  • Wenn ihr auch ohne Musik tanzen könnt, und ihr selbst die Musik seid. … überhaupt, wenn ihr wieder tanzt, einfach nur tanzt! Egal wie „unmusikalisch“ sich die Umstände gestalten.
  • Wenn alles in euch und um euch zu fließen beginnt und ihr miteinander verschmelzt.
  • Wenn ihr gemeinsam singt, als stündet ihr morgens allein unter der Dusche.
  • Wenn ihr gemeinsam in Gedanken an all die Orte reist, die ihr so gern noch besuchen wolltet… und plötzlich Pläne und Taten daraus werden.
  • Wenn jedes abenteuerliche Gericht in der Küche gelingt, selbst wenn es misslingt, und wenn der Kühlschrank immer voll ist… auch mit Dingen, von denen ihr bisher gar nicht wusstet, wie unglaublich lecker sie sind.
  • Wenn die ganz einfachen Dinge plötzlich ganz groß werden wieder.
  • Wenn ihr einfach wieder werdet, wer ihr wirklich seid, und ihr auf diese Weise mehr als nur reicht… ja, dass ihr das Besondere genau darin erkennt, was euch bisher so normal und oft zu wenig erschien.
  • Wenn ihr nicht mehr immer funktionieren müsst und doch auch einander darin keine Last seid, – euch fallen lassen könnt und wirklich Halt findet, und neuen Mut und neue Stärke.
  • Wenn sich alle Sinne wieder öffnen und ihr euch selbst so wundervoll spüren könnt, wie ihr den anderen spüren wollt.
  • Wenn eure Haut einem Kleid aus Samt gleicht und die Glieder mit Helium befüllt scheinen.
  • Wenn der Duft des anderen an euch haftet, als würde er zum Teil von euch selbst werden wollen, aus Sehnsucht.
  • Wenn ihr auch gelegentlich überhaupt nicht mehr wirklich sicher seid, wer da wenn berührt; wenn ihr den anderen in euch und euch auch im anderen spürt. Wenn da einfach nur noch Berührung sein darf …
  • Wenn in Körper und Seele in Tagen heilt, was in Jahren nur immer weiter zerbrochen ist.
  • Wenn ihr stundenlang gefesselt vor einem Bild an der Wand sitzt und einander ganz neue Perspektiven eröffnet.
  • Wenn ihr einander anschaut und euer Glück einfach nicht begreifen könnt.
  • Wenn es schwerfällt, dieses große Geschenk der Liebe anzunehmen, weil ihr euch auch mal klein und unwürdig fühlt und nicht glauben könnt, DAS überhaupt zu verdienen. Und ihr doch immer mehr erkennt, dass ihr es verdient.
  • Wenn ihr plötzlich begreift, wonach ihr da euer ganzes Leben gesucht habt, und warum Selbstliebe und Liebe nur zwei Seiten der gleichen Medaille sind, und warum Glück nur echt ist, wenn es geteilt wird.
  • Wenn Staunen und Dankbarkeit euch umhüllen und euch Respekt und Demut darin ermahnen, behutsam und achtsam zu sein, dieses kostbare Glück nur nie kaputt zu machen.
  • Wenn ihr ständig die gleichen Gedanken denkt und die gleichen Gefühle fühlt.
  • Wenn ihr nahezu von selbst zueinander findet, wie zwei Magneten, ohne sich in zu komplizierten Planungen zu verzetteln.
  • Wenn ihr „einfach macht“, ohne mehr alles richtig machen zu müssen.
  • Wenn ihr euch ohne Worte immer besser versteht und mit einem Blick oft schon alles, aber wirklich alles gesagt ist.
  • Wenn ihr ausdrücken könnt, was euch gefällt oder was euch eben überhaupt nicht passt, und ihr euch plötzlich fragt, warum das nicht schon immer das Normalste der Welt war.
  • Wenn ihr plötzlich auf eure Gesundheit achtet, ohne euch zu irgendwas zwingen zu müssen.
  • Wenn Freiräume entstehen, die keine Flucht- oder Leerräume sind.
  • Wenn Vernunft und Unvernunft, wenn Kopf und Herz Hand in Hand gehen, so wie auch ihr Hand in Hand geht.
  • Wenn ihr nicht einfach nur Hände haltet, sondern die Finger miteinander tanzen.
  • Wenn ihr euch, durchaus etwas erschrocken, auf Augenhöhe begegnet, diese aber auch mal bedeutet, dass ihr euch auch hin und wieder ein kleines Bisschen strecken und aneinander wachsen müsst.
  • Wenn ihr am Abend mindestens zehn neue Fakten und Perspektiven über diese Welt kennt, die euch der andere eröffnet hat.
  • Wenn Liebe ein immer wieder unbegreifliches Wunder ist, nur dann ist es Liebe. Und nur dann.
  • … wird fortgesetzt

    Es heißt heute oft, man muss sich erst ganz selbst finden, um wirklich lieben und Liebe annehmen zu können. Das ist der allergrößte Bullshit, den ich auch selbst geglaubt und verbreitet habe. Wir werden alle kein Buddha in diesem Leben, wir sind Menschen, und zum Menschsein gehört, sich auch mal verloren zu haben.

Über die irren Wendungen im Leben

Als ich 1977 geboren wurde, sollte ich eigentlich Jan heißen, aber mein Vater setzte sich durch. Und so bekam ich einen Namen mit dem Charme eines Brotkastens, aus Blech, in Beige … ich hieß Frank. Bis heute verfolgt mich dieses Gespenst aus fünf Buchstaben durch meine Träume, lange habe ich mich geschämt, diesen Namen auch nur im engsten Kreise auszusprechen. Frank, der Leibhaftige! Denn, nach etwas über zwanzig Jahren hieß ich plötzlich Janice, ein Gericht hatte es abgesegnet. Die Geburtsurkunden wurden geändert, die Ausweise neu gedruckt und als Anerkennung für unzählige Operationen, Schulden und verlorene Freunde gab es bald auch einen Beschluss mit Stempel, mit dem alle Akten geschlossen wurden: WEIBLICH. Stattgegeben.

Nun wollte ich eigentlich aber nie Janice heißen, das wissen nur wenige. Knaller, oder!? Diese Möglichkeit, sich selbst einen neuen Namen zu geben hat man einmal in einhundert Leben, und ich ziele absichtlich daneben und schieß mir ins Knie! Meine blöde Angewohnheit, immer alles richtig machen zu wollen, war selten richtig für mich, und nie wirklich auch richtig für andere. Ich wollte nämlich Jasara heißen, **eigentlich**, aber dann trug eine Kollegin schon den Namen Sara und ich war ja eh schon Belastung und peinlich genug für alle in dieser Übergangszeit, und .. und .. und macht ja auch nichts, weil Janice war sowas wie die zweite oder dritte Wahl, und das hatte mir ja meist im Leben auch gereicht. Der zweite Platz. Bloß kein Ärger, bloß kein Stress, – vor allem nicht mit meinem fragilen Selbstbewusstsein, wo hinter jeder Ecke Verletzung und Entwertung warten konnten, weil in einer Konfrontation jemand genau dahin schlagen konnte, wo ich verwundbar war: Meine Identität! Und so bekam jeder was er braucht. Bis zum Ausverkauf der Seele. Ich schaute und dachte für jeden um fünf Ecken. Alles was die meisten sahen, war, dass ich viel zu viel dachte, und anstrengend wurde, wenn ich erschöpft war und nicht mehr wie gewohnt Energie, Zuwendung oder Zustimmung lieferte, und nicht mehr funktionierte. Was bleibt einem dann, als der Rückzug in sich selbst? Und was findet man dort?

Dieser Name Janice steht also auch für dieses Problem eben, „Immer alles richtig machen zu wollen“ – die Gefühle zu beschneiden, ständig Rücksicht zu nehmen und … Applaus bitte! … damit eigentlich eine Rolle zu leben eben, die ANDERE möglichst glücklich macht und wenig Probleme bereitet. Ich war jung, bald schlank und schön, nett und freundlich, und das bedeutete auch Weiblichkeit für mich dann eben: Mich anpassen, immer „hübsch“ aussehen, schminken, Wimpernklimmpern, wegducken und Rücksicht nehmen. Eine Rolle eben, in die man sich schnell immer tiefer reinrollt und am Ende das auch noch großartig findet.

Und dann traf ich sie, die Mutter aller Rollen: Und sie hasste meinen Namen und sie stand für alles, was ich bisher für Weiblichkeit hielt, was ich gern erfüllen wollte, um mich als Frau zu bestätigen. Ich liebte sie. Und es war eben doch alles nur Fake, die ganze Liebe, und sie war doch nur ein kleines verwirrtes Mädchen. Rollen lassen sich nämlich nicht lieben, Masken nicht berühren, Fassaden nicht durchschauen… Also suchte ich die Fenster, wie immer. Denn außerhalb des Theaters sind Rollen tot und ohne Leben.

Ich begann meinen Namen Janice nun zu hassen, auch weil sie ihn hasste; aber insgeheim, weil sie mich dafür hasste, wie ich **eigentlich** war. Lebendig noch, ein bisschen jedenfalls, und berührbar. Und da steht man dann mit einem verbrannten Namen, gedemütigt, zertreten, verbrannt, grundlos. Sie sagte: Sie mag meinen Namen nicht, weil ich ihn mir selbst ausgesucht hätte. Und verunstaltete ihn, und verborg ihn, wie sie mich versuchte damit zu verbiegen. Aber ich nahm eben Rücksicht vergab, sah die kaputte Seele hinter dieser Fassade, und unterdrücke meine Verletzungen und Gefühle. Eine echte Janice eben, passt doch! Stolz und an der Kette. Und ich hatte Recht, in der Konfrontation war ich nicht mal mehr eine Frau, weil ich keine Kinder kriegen kann und so, und ein Mann wäre ich auch keiner mehr, vor allem nicht an dieser Kette. Also wäre ich nichts. Natürlich riss meinem Löwen-Ego dann irgendwann auch der Faden und ich ging. Und ich blutete in mich und fütterte mein Ego noch größer damit. Und grübelte über die Seiten in uns Menschen.

Meine damals neue beste Freundin Emina nannte mich schon eine Weile Jeanne, was einer Abkürzung für Janice entspricht und natürlich ein großer Name ist, – ein Name einer Jeanne d’Arc zum Beispiel. Jeanne, Shan, ʒan … einfach nur Jeanne, ein Name fürs Ohr, weniger fürs Papier.
Ich begriff erstmal nicht wofür dieser Name steht, Eminas Geschichte aber steht in meinem zweiten Buch, „Freut euch nicht zu spät“. Vielleicht erinnert ihr euch daran, ich glaube die bitterste Geschichte über zwei Menschen und die Liebe, der ich mich jemals geöffnet habe. Ich habe die Geschichte erst heute wieder einem Menschen vorgelesen, und ich …. fuck! … ich heule schon wieder Rotz und Wasser auf die Tastatur jetzt grad. Sorry …
Und dennoch hatte ich damals nicht mal Ansatzweise begriffen, was Emina da für einen Verlust überlebt hat. Und Emina lachte wieder, MIT MIR, und sagte, ich und unsere Zeit bedeuten ihr viel. Dann nannte sie mich Jeanne.

Ich mochte das erst gar nicht, und ich glaube ich mochte es nicht, weil mir da zu viel Gefühl drin war, zu viel Wertschätzung, zu viel Liebe, zuviel Dankbarkeit. Und ich war Klugscheißerin in spiritueller Mission, wir einigten uns daher meist auf „Little Miss Buddha“, statt Jeanne oder Janice.

Ihr kennt meine Flucht vor dem Leben. Meine Odyssee über den Atlantik, meine Scheiße mit Drogen, Erleuchtungskonzepten und Menschen. Das war ne Reise! Am Ende lag ich da, ein Häufchen Dreck, das einfach nur seinem Herzen immer gefolgt war, aber mit dem Kopf alles richtig machen wollte, und am Ende den Preis dafür bezahlt hat, gar nichts mehr zu fühlen, und gar keinen Menschen mehr zu sehen, der es gut mit mir meinte. Mein Name war verbrannt, mein Vertrauen war verbrannt, ich war verbrannt. Mein Leben lief aus dem Ruder. Mir wurde alles egal – der kluge Kopf, das dumme Herz, der scheiß Körper, das letzte Geld, die Lust zu Schreiben, alle Menschen. Egal! Ich blieb im Feuer liegen, und da war nur noch Asche auf einmal.

Und dann sagte etwas Stopp! Es stand auf. Klopfte sich die Asche aus dem Lockenkopf. Und sah sich selbst an.

Es geht um mich erstmal! Und erst wenn ich mich wirklich sehe, dann sehe ich die anderen mit dem Herzen richtig, bin richtig berührt, kann richtig berühren und verletze niemanden für mein Glück. Und vor allem weiß ich dann anders Grenzen zu ziehen und mich zu schützen. Und könnte mit diesem Kopf und all meiner Erfahrung derweil ganz andere wundervolle Dinge vollbringen und mich viel weiter der Welt öffnen!

Ich machte meinen Frieden damit, nicht gesehen zu werden von den Falschen, und begann wieder die zu sehen, die mich immer im Herzen gesehen hatten. Aber vor allem erkannte ich mich selbst endlich wieder, und auch, dass ich nichts mehr gesehen hatte, geschweige denn gespürt. Und dann geschahen wieder Wunder, wie da immer Wunder geschahen, wenn ich wieder aufgestanden war nach einem Sturz über die Fallstricke meiner Vergangenheit.

Viele Menschen sagen: „Cool, sich den eigenen Namen ausdenken zu können, wie toll!“. Nun ja, es hat Vor- und Nachteile. Und eigentlich ist es auch etwas kostbares, einen Namen geschenkt zu bekommen von Eltern, die uns lieben, nicht wahr? Und da steige ich plötzlich aus der Asche und begreife, dass Emina mir diese Kurzform Jeanne aus ihrem Gefühl gegeben hat, so wie meine Mutter Jan aus ihrem Gefühl entschieden hat, so wie ich Jasara aus meinem Gefühl gewählt habe. Und da ist so viel JA! in all diesen Namen, und so viel Ja! war Janice auch noch. Aber eben auch so viel ..ice, Kälte, Starrheit schon, die sich in Niedlichkeit kleiden wollte, um zu gefallen und zu entzücken. So viel NEIN! zu mir selbst und dem Leben.

Und dann findest du wieder einen Menschen, der dich sieht und den du wieder sehen kannst. Und dann ist auf einmal alles anders. Und dann fragt er dich, wie du heißt …

Und ich antworte: Jeanne.

Und sie sagt: „Jeanne“ und das klingt in ihrem Mund plötzlich so groß und unbeschreiblich schön wie ihr eigener Name in meinem Ohr.Jeanne. Einfach nur Jeanne. Darin vereint sich alles. Meine geliebte Familie, in der ich geboren wurde, meine Familie, die ich in Freunden fand. Darin erklingt meine Kindheit als Junge, die ich überwinden wollte. Die eine Geschichte wurde, die ich lange verdrängen sollte. Die Frau ich dich gern sein wollte, und am Ende die Frau, die ich heute endlich bin. Und darin erklingst auch DU!

Mir hat mein ganzes Leben einen Namen gegeben, und meine Herzmenschen haben ihn mit mir zusammen wieder gefunden.

Und weil ich alles darf und es der Karriere schadet, und mir das schon seit zwei Büchern keine Priorität VOR Authentizität mehr hat, – und weil ich das Wesentliche wieder sehe, fühle und spüre, bringe ich das jetzt alles mal in totale Unordnung. Aber die, die mich sehen wollen und kennen … für die bin einfach nur noch Jeanne. Einfach nur noch Jeanne. Egal wer oder was ihr sein wollt, welche Rollen ihr ausfüllt, für wie klug, weit oder groß ihr euch haltet.. ICH BIN Jeanne.

Ich bin stolz auf mich und dankbar, und das HIER & JETZT, das verdiene ich auch! Und dass ich es überhaupt begreife als Wunder, das es ist, ist in sich selbst ein Wunder das ich vollbracht habe. Ich danke meinen Eltern, auch für den Brotkasten. Ich danke Emina und allen meinen engen Freunden und Wegbegleitern. Und ich Danke DIR, aus deren Mund ich meinen Namen nun am Liebsten höre.

** Unsere vermeintlich größten Schwächen, können unsere größten Stärken werden. **

Unsere vermeintlich größten Schwächen, können unsere größten Stärken werden.

– Jeanne