Eine Kurzanleitung fürs Leben…

Räume mehr weg, als du liegenlässt.
So schaffst du Ordnung.
Repariere mehr, als auseinanderfällt.
Dann bleibt deine Welt heile.
Vergib häufiger, als du verurteilst.
Grenze dich ab, aber niemals aus!
So bist du mit den richtigen Menschen.
Wage stets mehr, als du dich fürchtest.
Riskiere mehr, als du berechnest.
Halte fest, aber lass auch wieder los.
So bewahrst du dir Freiheit und Unabhängigkeit
und kannst an neuen Erfahrungen wachsen.
Gib ein wenig mehr, als du nimmst,
gib dich aber niemals dabei auf!
Und nimm auch wirklich an,
was zu dir will, und sei dankbar.
Da wirst du haben, was du wirklich brauchst.
Sei eher demütig, als überheblich und stolz
Staune häufiger, als alles besser zu wissen,
und der Zauber der Welt bleibt dir erhalten.
Und denke daran, das Leben ist mehr als
nur schwarz und weiß. Also liebe!
Liebe dein Grau und das Grau
anderer Menschen.
So wird es bunt.

Wege

Ich habe auf meiner Lebensreise zwei Wege im Denken und Handeln entdeckt, die ins absolute Unglück führen. Der eine ist, immer alles richtig machen zu wollen, um sich letztlich dann aus Angst vor Fehlentscheidungen einzuigeln. Der andere Weg ist es, immer Recht haben zu wollen, und dazu alles verstehen zu müssen… bis es dir letztlich über den Kopf wächst. Ich bin beide Wege bis ans gleiche bittere Wegende gegangen. Nicht schön. Gar nicht! Man hat dann einfach nur zwei Abgründe um sich, einen vor sich, einen hinter sich: totale Kontrolle und Null Gefühle, und auf der anderen Seite der stets drohende absolute Kontrollverlust. Keine Reiseempfehlung! Es gibt einen Mittelweg, der führt auch immer wieder nach Hause. Aber er braucht großen Mut!

Dahin

Vögel zwitschern und singen, –
Stimmen aus einer verborgenen Welt.

Mit ihrem betonten Schweigen
stimmt eine Eule mit ein,
in diese tosende Stille.
Von einem Ast blinzelt sie herüber, –
ein Blick aus einer vergessenen Welt.
Einblick in eine verlorene Welt.
Kristallene Klarheit umfängt mich.
Ewigkeit berührt mich in diesem Raum,
der sich ins Unendliche weitet.
Und ich weite mich in ihm.
Ein Bach ist ein Bach,
indem sein Wasser einfach fließt.
Hier nun kreuzen sich unsere Wasser.
Wie auch meine Seele,
so entspringt er einer anderen Welt.
Und in eine andere Welt fließt er.
Und einen Moment lang,
fließe ich mit ihm zusammen
dahin, dorthin, nach Hause …
zurück zur Quelle, zurück ins Meer.

Gedanken des Tages

Aus dem Leben einer Literatin …

Entweder wir fühlen alles, oder wir fühlen gar nichts mehr! Wirklich empfindsam in den glücklichen Momenten zu sein, bedingt auch, in den nicht so schönen Augenblicken empfindsam zu bleiben. Wer nicht mehr verletzbar ist, der ist auch nicht mehr berührbar. Schmerz, Angst und Sehnsucht gehören zum Leben, sind der Boden, auf dem Glück, Dankbarkeit und Demut wachsen … auf dem der Mensch selbst letztlich erst zum bewussten Menschen erwächst. Wer Gefühle unterdrückt, trampelt lediglich den Boden fest, bis überhaupt nichts mehr darauf wächst.

– – – – – – – – – –

Zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Weiß und Schwarz sehen die meisten nur blassgraue Wolken. Einige wenige aber erkennen den Regenbogen und die Vielfalt seiner leuchtenden Farben.

– – – – – – – – – –

Du bist zu spät dran heute. Viel zu spät! Und du warst noch nie zu spät zur Arbeit. Du schreibst auch noch auf dem Handy, kaum dass du mit dem Rad durch den Verkehr kommst. Und auf der Arbeit schreibst du weiter. Du warst immer vernünftig, ja vorbildlich fast schon, auch wenn du dir Mühe gabst, rebellisch zu wirken. Und jetzt sollen wir alles hinschmeißen und abhauen? Und jetzt bin ich die Vernünftige plötzlich? Ich seh schon, wir beide tun uns gut.

– – – – – – – – – –

Ich weiß nichts richtig, ich kann nichts richtig, aber eines mache ich richtig: ich erlebe richtig viel! Ich erfahre viele dieser Dinge, die sonst nur in Büchern stehen oder über die Filme gedreht werden. Meine einzigen „Skills“ sind Mut, Neugier und eine Überdosis Leichtsinn. Ich versage nur komplett darin, etwas Kluges und Vernünftiges aus meinen Erfahrungen zu machen. Das liegt aber auch schon wieder daran, dass mich längst was Neues fesselt, in dem ich mich „verrenne“. Jetzt komme ich aber ins Alter und werde ruhiger und tiefsinniger. Glaube das ist gut.

– – – – – – – – – –

Eigentlich hatten wir uns nur verliebt. Nun aber wägen wir schon gründlich ab, ob wir eine Revolution anstiften sollten, um am Ende zusammen erschossen zu werden, oder ob wir morgen einfach durchbrennen und irgendwann friedlich am Ende der Welt entschlummern wollen, faltige Hand in faltiger Hand. Wenn wir zusammen Zwiebeln schneiden, dann kommt es uns vor, als kochten hier Beauvoir und Sartre in einer engen Pariser Küche und weinen und ringen um ein einziges Wort nur, für dieses Gefühl, das sie verbindet. Aber sie finden keines, in keiner ihrer grandiosen Geschichten, die sie sich erzählen. Und nichts davon ist erfunden.

– – – – – – – – – –

Die größte Herausforderung für den Menschen besteht darin, einfach nur mal ein Mensch sein zu dürfen.

Gedanken des Tages

Alles macht Sinn.
Wirklich alles.
Alles war richtig.
Wirklich alles.
Alles fügt sich.
Wirklich alles.
Alles ist gesagt.
Wirklich alles.
Am Ende gings um alles.
Und nun seh ich,
alles geht um nichts.
Kopfschütteln.
Lächeln.
Ein Laut im Hals,
in den Leib gestossen,
der nicht ganz zum
lauten Lachen reicht.
Zusammenpacken.
Das ganze alte Leben.
Deckel drauf.
Schleife drum.
Fertig.
Untern Arm damit.
Auf zum Horizont.
Es wartet noch ein
ganzes halbes Leben.
Nichts mehr zu verlieren.
Wirklich nichts.
Nichts mehr zu fürchten.
Wirklich nichts.
Nichts mehr zu erklären.
Wirklich nichts.
Alles ist, wie es scheint.
Und doch, ohne den
träumenden Geist
ist nichts davon wahr.
Ein Traum voller Träume.
Ein Traum voller Träumer.
Ein Traum den ich träume.
Ein Traum der mich träumt.
Aufwachen.
Weiterträumen.
Aufwachen.
Weiterträumen.
Das ist alles.
Und nichts ist
jemals passiert.
In meinen Augen
kann ich es sehn.
Ohne einen Gedanken…
endlich verstehn.

– – – – – – – –

Liebe, so tief, so nah, so groß. Sie scheint dich an etwas längst Vergessenes zu erinnern. Und doch, alles ist jetzt ganz anders. Das kennst du so nicht. Und es kratzt dein Ego manchmal immer noch, das auch zuzugeben. Und diese Liebe hat dich auch gerettet, dich auf die Erde zurückgeholt, dich Überflieger. Aber soweit bist du noch nicht, das zu schreiben … weil, du schaffst ja immer alles allein! Schon klar. Ins Du flüchtest du dich nur in deinen Texten. #ImTraum

– – – – – – – –

Die Wirklichkeit gleich der Sonne. Sie bewegt sich auf Bahnen durch den Weltenraum, die wir nicht überblicken. Wir selbst drehen uns auf dieser Erde, und wahr scheint, dass sie auf- und untergeht. Die Nacht scheint ein Irrweg, und doch, wo die Sonne hinter unseren Horizont taucht, steigt sie für einen anderen Menschen in den Himmel. Kein richtig, keine falsch, nur Licht oder Dunkelheit; unsere Wahrheit ist nur eine Frage der Perspektive und des Standpunktes. Jeder Gedanke der eine Wahrheit denkt, kommt in der Wirklichkeit zur Welt, und löst sich am Ende wieder in ihr auf. Und wenn längst kein Mensch mehr ist, der die Wirklichkeit zu erklären meint, wirkt sie doch weiter und zieht ohne Erklärung ihre Bahnen … bis in ihr wieder einer die Augen öffnet, und sich Gedanken über die macht.

– – – – – – – –

Steckst du erstmal in einer Schublade, haben sie dich!

Gedanken des Tages

1. Die einen erkennen zwischen Schwarz und Weiss nur graue Kompromisse, die anderen sehen eine bunte Vielfalt an Möglichkeiten. Diese Wahl, was wir erblicken und leben wollen, hat jeder von uns. Und sie allein entscheidet darüber, ob wir im Augenblick ankommen und bunt, dankbar und glücklich sind, oder ob wir ewig nur nach Extremen und Perfektion streben, um herumeilen, bis wir grau und müde sind. Unser Leben selbst ist nichts anderes als ein Zwischenraum zwischen Schwarz und Weiss, Licht und Schatten, Geburt und Tod … wir entscheiden, wie viel Farbe wir ihm zugestehen.

2. Wo das Herz verschlossen bleibt, bleibt auch den Sinnen das Wesentliche verborgen.

3. Das Leben ist nur für die [viel] zu kurz, die auch eines leben.

4. Das größte Missverständnis zwischen dem Menschen und seinem Leben, ist der Ernst!

5. Ich hab PMS und GPS. Also, wo immer du steckst: Ich finde dich und geh dir auf den Sack damit!

6. Was einen hohen Preis hatte, das muss sich um jeden Preis weiter rechnen. Was einmal errungen wurde, muss gerechtfertigt und als alternativlose „Wahrheit“ verfochten werden. Das ist die gefährliche Natur, die allen Paradigmen, Weltbildern und Ideologien innewohnt. Wo z.B. ein System davon lebt und daran wächst, dass es Sicherheit und Gesundheit verspricht, da muss es irgendwann selbst ängstliche und kranke Menschen kultivieren, um weiter zu bestehen. Was nicht stets kritisch hinterfragt und neu zur Welt gebracht wird, das entartet irgendwann. Immer. Aus dem Paradigma heraus lassen sich am Ende die Lügen nicht mehr erkennen. Nur spüren! Was heute heilt, macht morgen krank.
Gesundheitssystem, Kosten: 250 Milliarden Euro pro Jahr …

Gedanken des Tages

Über die Liebe

Die Liebe ist eigentlich ganz einfach zu verstehen. Sie überreicht dir ein Geschenk, das so kostbar ist, dass du es gerade noch annehmen kannst und zu verdienen meinst, und das so groß und schwer ist, dass du es eben noch tragen kannst. Dann lässt sie dich damit allein, und sie hofft, dass du es nun trägst und daran wächst. Nach einer Weile kehrt sie zu dir zurück, und prüft, ob du nun für kostbarere und größere Geschenke bereit bist. Und immer wirst du meinen, mehr ginge nicht!
Und es geht doch!
Sie steigt so oft zu dir hinab wieder, wie du ihre Stufen auch hinauf steigst. Und wenn du oben angelangt bist, bei dir, bei ihr, wird sie sich dir selbst schenken und sich in deine Arme werfen, und dann vermagst du auch endlich, sie zu tragen und zu halten, in ihrer unermesslichen Kostbarkeit, mit ihrem ganzen Gewicht.

Über die Wahrheit

Die Wahrheit? Wir verschwenden dieses kostbare Leben mit Bullshit, den sich Menschen ausgedacht und uns eingeredet haben, die nichts anderes mehr sehen können, als diesen Bullshit; für die dieser Bullshit wenigstens erträglicher ist, als das drohende Nichts und die innere Leere. Menschen, die älter, größer oder einflussreicher als wir waren, und denen wir von Kindesbeinen an vertraut haben. Es ist Zeit erwachsen zu werden… den Funken im Herzen wieder zu entzünden, sich auf die eigenen Beine zu stellen und mit den eigenen Augen zu schauen.

Über den Glauben

Wenn du nicht an Wunder glaubst, wirst du keine Wunder erfahren.
Wenn du nicht an die Liebe glaubst, wirst du keine Liebe erfahren.
Wenn du nicht an dich selbst glaubst, wirst du dich niemals erfahren.
Wenn du nicht endlich bemerkst, dass dir in der Welt immer deine Überzeugungen begegnen, werden dir das größte Geheimnis der Schöpfung und dein wahrer freier Wille leider verborgen bleiben.
Übe dich daher im Glauben!

Über den Versuch, alles richtig zu machen

Nichts stürzt uns alle sicherer ins Unglück, als deine Versuche, ständig alles richtig zu machen. Gerade Menschen, die immer alles richtig machen wollen, haben oft überhaupt keinen Plan, was sich eigentlich gut anfühlt. Also hör endlich auf damit, und folge mehr deinem Herzen. Und das gilt eigentlich für Mütter ebenso, wie für Politiker und alle anderen. Aber eigentlich meinte ich durchaus auch erstmal mich selbst damit. Nobodies perfect.

Über das Ganze

Was sieht, kann nicht gesehen werden. Der Geist ist weit und groß, und doch passt er nicht in sich selbst hinein. Er erblickte schon den Anfang der Welt in sich, bezeugte deine Geburt, und längst erschaut er schon jedes Ende. Unveränderlich, unbegreiflich, unsichtbar für alle Sinne und Gedanken, die in ihm geboren, – allein das ist die wahre Natur des Geistes, er ist der Urgrund, auf dem alles erwächst und verwelkt. Er ist unsere wahre Natur. Ob du ihn Gott, Bewusstsein oder Unsinn nennst, er hört und stimmt dir zu.

Liebe ist …

Es reicht nicht, wenn du die Liebe nur am Straßenrand singen hörst und ihr ein paar Groschen in den Hut wirfst. Du musst dich nackt vor ihr hinwerfen, demütig vor ihr auf die Knie fallen und ihr alles geben, was du bist und hast. Erst dann kannst du auch sehen, wie lieblich sich ihre Lippen bewegen; kannst spüren, wie ihre Hände auf dir tanzen und ihr zitternder Atem dir den Atem raubt. Dann erst lässt sie dich wirklich kosten, und niemals wird dein Verlangen satt an ihr werden.

Liebe ist weit mehr noch, als Fantasie in Menschengestalt geschnitzt. Sie ist in ihrer Wahrhaftigkeit mehr als alle Fantasien, die ein Mensch überhaupt zu fantasieren vermag. Liebe erstickt in sicheren Komfortzonen ebenso, wie im begrenzten Vorstellungsvermögen, – damit sie auch in euren Leibern wieder atmen kann, müsst ihr raus aus dem ewig gleichen Beziehungs-Theater, das schon Generationen vor euch aufführten; raus aus dem endlos neuverfilmten Kopfkino, das seit Jahrhunderten die Massen unterhält; raus aus dem Kindergarten naiver Gefühle, die nicht erwachsen werden wollen; raus aus den Dramen und Märchen, die euch nur in Hoffnung einsperren, und ihr müsst rein, in die nackte, ernüchternde Realität. Habt Mut, lasst euch wieder anstecken von diesem Funken in eurem Herzen, der einfach nicht erlöschen will, dann verbrennt in der bitteren Enttäuschung, bis ihr selbst nur mehr Feuer seid und eure Flammen eure alte Welt in Brand setzen. Diese Liebe ist nicht mehr zu kontrollieren oder zu bändigen, sie brennt alles nieder, was nicht echt ist, bis nichts mehr übrig bleibt, als Asche und Wahrhaftigkeit.

Nur die Liebe vermag wieder zu beseelen, was die Vernunft entseelt hat. Das ist alles. Das ist Weisheit.
 

Liebe ist… eine kleine Erinnerung und Wiedereinführung:

  • Wenn klar wird, dass zu viele große Worte, auch zu viele große Momente kaputtmachen können, und dass Sprachlosigkeit ein wichtiger Teil der Kommunikation sein kann, … ja, wenn die Tosende Stille für sich selbst sprechen darf.
  • Wenn ihr wirkliche Verantwortung füreinander und eure gemeinsamen Wünsche und Bedürfnisse übernehmt, ohne die Selbstverantwortung und Achtung vor euch selbst zu verlieren.
  • Wenn sich bei euch beiden auch die Angst und Unruhe zeigen darf, mal sich selbst und die Kontrolle zu verlieren, und gerade darin plötzlich eine wirkliche Bindung, ein Vertrauen und ein WIR entstehen. Ganz sanft, fast von Selbst, ohne Zwang, ohne Druck.
  • Wenn ihr konzentriert im gleichen Raum arbeiten könnt, und das doppelt so schnell wie früher, mit doppelt so vielen gemeinsamen Pausen.
  • Wenn die Tage vergehen wie Minuten und doch die Zeit stillzustehen scheint. Der unendliche Augenblick, es gibt ihn!
  • Wenn die Pflanzen in euren Räumen wieder knospen und ausschlagen, ohne dass sie auch nur einen einzigen Tropfen mehr Wasser gesehen haben.
  • Wenn ihr die gleichen Platten liebt und hört, die ihr seit 25 Jahren kaum einem mehr vorgespielt habt.
  • Wenn selbst Death Metal wieder beim Geschirrspielen angesagt ist, und so romantisch tönt, wie Frédéric Chopin.
  • Wenn ihr auch ohne Musik tanzen könnt, und ihr selbst die Musik seid. … überhaupt, wenn ihr wieder tanzt, einfach nur tanzt! Egal wie „unmusikalisch“ sich die Umstände gestalten.
  • Wenn alles in euch und um euch zu fließen beginnt und ihr miteinander verschmelzt.
  • Wenn ihr gemeinsam singt, als stündet ihr morgens allein unter der Dusche.
  • Wenn ihr gemeinsam in Gedanken an all die Orte reist, die ihr so gern noch besuchen wolltet… und plötzlich Pläne und Taten daraus werden.
  • Wenn jedes abenteuerliche Gericht in der Küche gelingt, selbst wenn es misslingt, und wenn der Kühlschrank immer voll ist… auch mit Dingen, von denen ihr bisher gar nicht wusstet, wie unglaublich lecker sie sind.
  • Wenn die ganz einfachen Dinge plötzlich ganz groß werden wieder.
  • Wenn ihr einfach wieder werdet, wer ihr wirklich seid, und ihr auf diese Weise mehr als nur reicht… ja, dass ihr das Besondere genau darin erkennt, was euch bisher so normal und oft zu wenig erschien.
  • Wenn ihr nicht mehr immer funktionieren müsst und doch auch einander darin keine Last seid, – euch fallen lassen könnt und wirklich Halt findet, und neuen Mut und neue Stärke.
  • Wenn sich alle Sinne wieder öffnen und ihr euch selbst so wundervoll spüren könnt, wie ihr den anderen spüren wollt.
  • Wenn eure Haut einem Kleid aus Samt gleicht und die Glieder mit Helium befüllt scheinen.
  • Wenn der Duft des anderen an euch haftet, als würde er zum Teil von euch selbst werden wollen, aus Sehnsucht.
  • Wenn ihr auch gelegentlich überhaupt nicht mehr wirklich sicher seid, wer da wenn berührt; wenn ihr den anderen in euch und euch auch im anderen spürt. Wenn da einfach nur noch Berührung sein darf …
  • Wenn in Körper und Seele in Tagen heilt, was in Jahren nur immer weiter zerbrochen ist.
  • Wenn ihr stundenlang gefesselt vor einem Bild an der Wand sitzt und einander ganz neue Perspektiven eröffnet.
  • Wenn ihr einander anschaut und euer Glück einfach nicht begreifen könnt.
  • Wenn es schwerfällt, dieses große Geschenk der Liebe anzunehmen, weil ihr euch auch mal klein und unwürdig fühlt und nicht glauben könnt, DAS überhaupt zu verdienen. Und ihr doch immer mehr erkennt, dass ihr es verdient.
  • Wenn ihr plötzlich begreift, wonach ihr da euer ganzes Leben gesucht habt, und warum Selbstliebe und Liebe nur zwei Seiten der gleichen Medaille sind, und warum Glück nur echt ist, wenn es geteilt wird.
  • Wenn Staunen und Dankbarkeit euch umhüllen und euch Respekt und Demut darin ermahnen, behutsam und achtsam zu sein, dieses kostbare Glück nur nie kaputt zu machen.
  • Wenn ihr ständig die gleichen Gedanken denkt und die gleichen Gefühle fühlt.
  • Wenn ihr nahezu von selbst zueinander findet, wie zwei Magneten, ohne sich in zu komplizierten Planungen zu verzetteln.
  • Wenn ihr „einfach macht“, ohne mehr alles richtig machen zu müssen.
  • Wenn ihr euch ohne Worte immer besser versteht und mit einem Blick oft schon alles, aber wirklich alles gesagt ist.
  • Wenn ihr ausdrücken könnt, was euch gefällt oder was euch eben überhaupt nicht passt, und ihr euch plötzlich fragt, warum das nicht schon immer das Normalste der Welt war.
  • Wenn ihr plötzlich auf eure Gesundheit achtet, ohne euch zu irgendwas zwingen zu müssen.
  • Wenn Freiräume entstehen, die keine Flucht- oder Leerräume sind.
  • Wenn Vernunft und Unvernunft, wenn Kopf und Herz Hand in Hand gehen, so wie auch ihr Hand in Hand geht.
  • Wenn ihr nicht einfach nur Hände haltet, sondern die Finger miteinander tanzen.
  • Wenn ihr euch, durchaus etwas erschrocken, auf Augenhöhe begegnet, diese aber auch mal bedeutet, dass ihr euch auch hin und wieder ein kleines Bisschen strecken und aneinander wachsen müsst.
  • Wenn ihr am Abend mindestens zehn neue Fakten und Perspektiven über diese Welt kennt, die euch der andere eröffnet hat.
  • Wenn Liebe ein immer wieder unbegreifliches Wunder ist, nur dann ist es Liebe. Und nur dann.
  • … wird fortgesetzt

    Es heißt heute oft, man muss sich erst ganz selbst finden, um wirklich lieben und Liebe annehmen zu können. Das ist der allergrößte Bullshit, den ich auch selbst geglaubt und verbreitet habe. Wir werden alle kein Buddha in diesem Leben, wir sind Menschen, und zum Menschsein gehört, sich auch mal verloren zu haben.

Verschenke dich nicht!

Dein Kämpfen und Ringen,
dein Stöhnen und Klagen,
dein Scheitern und Verzagen…
interessieren nahezu keinen;
den meisten ist das zu anstrengend.
Aber warte ab, wenn du etwas findest
und teilst, was ihnen nützlich ist,
dann nennen sie dich einen Helden
und deinen Weg einen Heldenweg.
Und deine Erfahrung ist nur eine
weitere leichte Trophäe, die sie sich
in ihren Schrank stellen können.
Verschenke dich, deine Gefühle,
deine Gedanken und deine Zeit
nicht an jeden! Jede deiner
Erfahrungen ist der ganze
Weg… und ist alles, was
du wirklich bist

Öffne mich!

Ich glaub das noch nicht.
Ich begreif das noch nicht.
Ich verdien das noch nicht.
Ich kann das noch nicht.
Machs kleiner,
es ist zu groß!
Nein, warte!
Öffne mich weiter,
nur ein Stück noch,
im Zweifel, zerreiß mich,
das halt ich schon aus!
Dann gehts bestimmt.
Danke!

 

Kommentar darauf:

Ich glaube das.
Ich begreife das.
Ich verdiene das.
Ich kann das.
Machs gross.
Hau rein!
Ich BIN gross.
D a n k e