Endlich genug!

Was du tust ist genug!
Du bist genug!
Erst wenn du das erkennst,
kannst du mehr erreichen.
Wenn du deine Herausforderungen
sicher bestehen kannst,
wirst du sie auch bestehen.
Wenn wenigstens Hoffnung besteht,
wirst du es weiter versuchen.
Und wenn du nicht mehr kannst,
dann gibst du eben auf.
Es ist immer so, wie es ist.
Du tust stets nur,
wozu du imstande bist.
Mach deinen Frieden!
Hast du ein schlechtes Gewissen,
mach deinen Frieden damit!
Oder ist dir gar alles egal geworden,
mach deinen Frieden damit!
Dir wurde doch nur alles egal,
weil nichts an dir genug war…
und so war dir nichts mehr genug.
Wenn du zu viel denkst,
und zu wenig fühlst,
mach deinen Frieden damit,
sonst denkst du nur noch mehr.
Wo es Mühe kostet, kostet es Mühe;
wo Zweifel sind, da sind noch Zweifel;
wo Sorgen sind, da sind noch Sorgen;
und wo du noch davon überzeugt bist,
über all diese Dinge überhaupt
eine wirkliche Kontrolle zu haben,
da bist du eben noch überzeugt davon …
mach deinen Frieden damit!
Und wenn du keinen Frieden
damit machen kannst,
mach eben damit deinen Frieden!
Je mehr Frieden du dir ersehnst,
und umso schneller du ihn finden willst,
umso weniger Frieden hast du.
Verstehst du?
Es war nie genug,
das bedeutete immer mehr Unfrieden!
Es geschieht was geschieht,
und wenn du dir doch noch vorstellst,
dass etwas anderes geschehen
müsse, damit es ein Erwachen
und ein wirklicher Friede sei …
vergiss es, mache deinen Frieden damit!
Es geschieht was geschieht.
Es ist was es ist.
JETZT und IMMER.
Wenn du das erkennst,
dann bist du frei.
Nur DAS ist Frieden!
Und du wirst niemals ein
anderer sein müssen,
als der, der du eben bist.
Du wirst niemals wieder
etwas anderes tun müssen,
als das, was du eben tust.
Und dann ist das auch genug!
Und doch wird nichts mehr
so wie vorher bleiben …

Ein Versuch die Einleitung meines nächsten Buches „Finde dich selbst und …“ in Prosa zu fassen …

#nurPoesie #nurGedanken via #Facebook

Alles Gute euch allen!

Alles Gute auch allen Nicht-Müttern zum Muttertag! … die keine Kinder wollen, aber sich eben doch immer mal wieder mit der Last dieser Entscheidung konfrontieren mussten. Alles Gute allen, die leider keine Kinder bekommen konnten, und die so dafür gekämpft haben! Ihr seit übrigens auch alle super! 💐 Und eine ganz dicke Umarmung für alle, für die dieser Tag eine besondere Hölle sein muss, weil sie vielleicht ein Kind verloren haben oder ihre Mutter. Alles Gute allen Müttern und Töchtern, egal woher die Schwangerschaftsstreifen auch kommen! Und Alles Gute allen Vätern und Söhnen, die leider keine kompletten Kinder aus sich heraus pressen können. Ihr seid trotzdem meist Klasse und zweiter Sieger, habt dafür aber definitiv den besseren Humor! Ohne euch liefe hier ebenfalls nix. Alles Gute allen Menschen, die sich bemühen, dass diese Welt für alle Kinder eine lebenswerte Welt ist und bleibt … und auch für alle Eltern und Nichteltern. Alles Gute allen Mitarbeitern bei Fleurop, und danke für die Überstunden! Alles Gute euch allen da draußen, zu einem weiteren bewussten Tag im Leben unter acht Milliarden anderen Menschen. Danke dass ihr euch müht und engagiert, in Kinderhospizen, Altenheimen, Krankenhäusern oder auch einfach mal beim Mülltrennen. Und Alles Gute Mutter Erde!, entschuldige dass wir oft so undankbare Sprösslinge sind.

Wenn nichts mehr geht

Vielleicht fragst du dich gerade, warum du dir das alle überhaupt noch antust. Haderst mit dir und deinem Leben, deinem Job, deiner Beziehung … Vielleicht stehst vor einer Wand unlösbarer Probleme, und bei Gott, du hast wirklich versucht dein Leben herumzureißen. Und wie oft hast du das schon versucht! Aber du bist müde. Deine Seele ist so seltsam müde. Warum also wieder aufstehen, wenn du doch nur wieder ins Bett fallen willst?

Ich sage dir warum! Genau deswegen!

Weil du so viel gekämpft hast und dich schon so oft wieder auf die Beine gestellt hast. Und das mag womöglich das erste mal in deinem Leben sein, dass du dir wirklich selbst begegnest. Aber es wird Zeit! Du bist ein wundervoller Mensch, dein Weg war nicht einfach, und all die Schatten und Sünden an dir, die dir nun begegnen, – die dich deiner Meinung nach unwürdig erscheinen lassen, geliebt zu werden oder ein anderes Leben überhaupt noch zu verdienen, das bist nicht du! Das sind lediglich Strategien und Bewätigungsmechanismen, um zu überleben. Sei nicht so hart mit dir. Wende den Blick wieder ab von diesen dunklen Schatten, – begegne diesem Wesen, das einfach nur immer alles richtig machen wollte. Du solltest wieder aufstehen, weil du es verdienst dass du für dich weiterkämpft. Deshalb! Erstmal nur für dich, nicht für andere. Vergiss all die Probleme für einen Moment, vergiss die Vergangenheit, die hinter dir liegt, – und die Zukunft, die womöglich unüberwindbar erscheint. Nimm deine Hand und leg sie dir auf die Brust. Schließe deine Augen. Atme! Verweile ein bisschen, dann lies weiter …

Bevor dich die Gesellschaft und andere eingespannt haben, wer warst du da? Dieser Mensch steckt immer noch in dir. Und er versucht seit Jahren, wenn nicht gar seit Jahrzehnten in dieser schnellen und lauten Welt nicht zurückzubleiben. Er passt sich an, er steckt zurück, ordnet sich vielleicht sogar unter. Und dann ist da womöglich diese Einsamkeit, die dich wieder und wieder in die falschen Arme getrieben hat. Auch davon bist du müde. Und diese Arme klammern dich womöglich immer noch in deinen Gedanken. Schau dich mal an, wie viel hast du schon gekämpft! Und am Liebsten würdest du noch die ganze Welt retten, trägst noch den ganzen Weltenschmerz auf deinen Schultern. So viel Mitgefühl! … für andere! Was die alles durchhaben, nicht wahr?

Und du?! 

Was ist mir dir!

Du idealisierst oft die Menschen, siehst mehr in ihnen, als sie sind. Und du siehst ihre Herausforderungen und willst helfen. Auf der anderen Seite relativierst du dich selbst und deine Hürden. Du bist anders, du bist offen, kannst dich den Schwingungen der Welt nicht entziehen. Das macht dich so unglaublich verletzbar. Das aber ist keine Schwäche. Im Gegenteil. Aber es ist „Wenn nichts mehr geht“ weiterlesen

In dir …

Ich kann dir nicht
nah genug sein.
Will in dich kriechen,
durch deinen Mund,
deinen Nabel,
deinen Schoß.
Will zu dir, will zu mir.
Denn ich bin nur in dir
und du bist nur in mir.
Vereint sind wir der Himmel.
Dein Atem ist nur eine
Erinnerung an alles
irdische, und daran,
selbst weiter zu atmen.
Und mein Herz bliebe
augenblicklich stehn,
schlüge nicht auch deines
in meinem Ohr.
Wie lange schon habe ich
mich nach dir gesehnt, –
dabei warst du
schon immer hier,
und ich war
schon immer bei dir.

Über das Ankommen …

Wer sich stets darum bemühen muss, die Kontrolle im Leben nicht zu verlieren, – wem es wichtig ist, immer Macht und Recht zu haben, der hat auf der anderen Seite auch sehr tief das Gefühl der Machtlosigkeit verinnerlicht, gegen das er meint anstreben zu müssen, und das ihm verbietet zu fließen und darin ganz frei zu sein, wie er ist. Die Hilflosigkeit ist der Kontrast, der Hintergrund, die Bühne also, auf der sich das Ego inszeniert, mit vermeintlicher Klugheit, Unantastbarkeit, mit Stolz und Überheblichkeit. Die Machtlosigkeit scheint eine Stufe, die das Ego meint überwinden zu müssen, wieder und wieder, im Licht und in der Aufmerksamkeit anderer. Erste Gefühle der Kränkung und Hilflosigkeit selbst waren dereinst die Geburtsstunden des Egos, und das Aufbegehren dagegen ist tatsächlich alles, was das Ego ist. Und doch pendelt der Mensch oft zeitlebens zwischen beiden Welten hin und her: mal fühlt er sich souverän, mal machtlos; mal als Täter, mal als Opfer, – ein ewiges Suchen nach Verantwortung und Schuld. Doch genau das ist nur Theater, ein einziges Puppenspiel im Kopf.

Wirkliche Reife bedeutet, diesen Kindergarten irgendwann hinter sich zu lassen. Wirklich erwachsen zu werden bedeutet, zu begreifen, dass er der Welt nicht mehr wie ein Kleinkind ausgeliefert ist, sondern längst nur noch sich selbst … und seinen Gedanken, die er schon viel zu lange denkt. Er ist gar nicht mehr abhängig von anderen oder von den Umständen. Mit dem Begreifen dessen kommt der Mensch zur Ruhe, findet Frieden und ein ganz neues Vertrauen in die Schöpfung und in sich selbst. Und dann geschieht etwas! Wo er nicht mehr hingehört, da geht er. Was nicht mehr zu ihm gehört, das lässt er ziehen. Ohne Aufregung, ganz ohne jeden Widerstand. Und dann begegnet er plötzlich ganz anderen Menschen … und sie begegnen ihm so ganz anders. Und er beginnt zu verstehen, dass er sich in allem auch immer selbst begegnet ist. In allem, an dem er mit Anstrengung noch festhalten will, hält er jedoch weiter nur an seiner Vergangenheit fest. Und das kostet ihn immer mehr Kraft, da immer mehr Vergangenheit hinter ihm wirkt, je älter er wird.

Kommt er bei sich selbst an, hier und jetzt, dann findet ihn und bleibt auch, was zu ihm gehört, ganz von selbst. Und dann ist es auch endlich das Richtige. Darin kann er sein und fließen, und dem kann er sich in tiefstem Vertrauen und mit ganzem Bewusstsein, mit seiner ganzen Seele hingeben … weil er sich nun selbst vertraut, und sich seiner selbst wirklich bewusst ist.

„Alles Wesentliche kommt in der Stille zu dir. Liebe, Kreativität, Frieden und Weisheit“Jeanne

#Kaffeegedanken … und ich trinke viel Kaffee heute

Nur eine weitere Schöpfungsgeschichte

Die Liebe, die weibliche Urkraft, Yin oder Lila genannt, ist leidenschaftlich und verspielt. Sie erfreut sich an dreiäugigen Fischen ebenso, wie an einer Welt in Form eines Würfels. Ihre Seele ist die Kreativität und die Hingabe. Sie ist berührt von allem. Bedingungslos. Und so ist sie auch verwundbar.

Die Ratio ist die männliche Urkraft, Yang oder Maya genannt. Sie ist nüchtern und pragmatisch. Sie erfreut sich an Fischen mit zwei Augen, die auch wirklich etwas sehen können, und an einer runden Welt, die sich vernünftig zu drehen vermag. Die Liebe ist die Kraft die alles zur Welt bringt. Alles, in jedem Augenblick, denn sie ist ohne Zeit. Doch die Ratio setzt die Dinge auf den Boden und in Bewegung. Und sie wölbt den Himmel darüber. Sie ist das Oben und das Unten, das Vorn und das Hinten, der Anfang und das Ende, und der Sinn und Zweck aller Dinge. Sie macht das Unvorstellbare vorstellbar und das Unbegreifliche begreifbar. Sie ermöglicht Veränderung und Entwicklung und gibt dem Bedeutungslosen Bedeutung.

An jedem Ort dieser Schöpfung wirken beide Kräfte gegeneinander. Und doch sehnen sie sich nur nach einem Miteinander. Auch in uns Menschen. Nur ein Gleichmaß an beiden, Harmonie und Augenhöhe erlauben die Vollendung einer Schöpfungsgeschichte. In jeder Tat, in jedem Akt … im Menschen ebenso, wie im Fisch und in der ganzen Welt.

Und im Grunde sind sie doch die selbe Kraft, sind aus dem gleichen Guss dessen, das allem innewohnt und doch nirgendwo zu finden ist. Es ist der Weg selbst auf dem alles geschehen kann. #Dao

Und damit ist mein Kaffee auch schon wieder fertig…

#Kaffeegeschichten

Wenn du wirklich …

Wenn du wirklich erwachen willst, dann „töte den Buddha am Ende des Weges“, so wie er es dir nahegelegt hat; sei dankbar und demütig, aber hole deine Gurus und Lehrer wieder von ihren Sockeln, auf die du sie emporgehoben hast. Ihre Arbeit ist getan. Was ihnen Autorität verleiht, das bist du! Was dich führt, das bist du! Sie sind nur Lehrer, weil du noch meinst, nur ein Schüler zu sein. Weißt du denn immer noch nicht, wer du bist!? Begegne dir selbst in jedem anderen, geerdet und auf Augenhöhe, jedem Lehrer und jedem Kind.
Wenn du wirklich erwachen willst, dann wirf alle spirituellen Konzepte wie „Illusion“, „Gott“ oder „Nicht-Dualität“ und dergleichen aus deinem Kopf. Es sind Spielbälle deines Verstandes geworden. Das ist auch okay, gelegentlich, wenn dir das Spielen Freude bereitet, aber hast nicht irgendwann auch mal genug gespielt?!
Wenn du wirklich erwachen willst, dann erlaube dir den Gedanken, dass die Erleuchtung die größte Enttäuschung für das Ego ist. Und je länger du diesen Weg gegangen bist, umso schwerer wird dir das fallen, ich weiß! Doch es gibt keinen Weg! Seit du denken kannst wird dir eingeredet, dass du irgendwo hin musst, um irgendwo anzukommen, und dass du dich mühen musst, – doch nur deshalb hast du dich überhaupt erst verloren, weil du nur jetzt bist! Alles hat einen Preis, glaubst du. Hast du nicht endlich genug bezahlt!
Wenn du wirklich erwachen willst, dann vergiss all die verlockenden Zustände, die du einst erfahren hast und die du wieder erreichen willst, mit Methoden und Routinen. Alles was erscheint, das vergeht auch, aber was erscheint und vergeht ist nicht die Antwort. Alles was ist, ist Erfahrung und Bewusstsein. Erfahre was ist, hier und jetzt, so wie es ist. Gib dich hin. Das was hier und jetzt ist und was du bist ist in seiner Qualität von keiner anderen Natur, als jede andere Erfahrung. Das ist die große Täuschung! Samsara ist Nirvana. Wachst du hier nicht auf, dann auch nirgendwo anders. Wie kann alles eins sein, wenn diese Erfahrung hier nicht dazugehört?
Und wenn du wirklich erwachen willst, dann höre auf dir einzureden, dass du noch schläfst. Schau dir deinen Kindergarten an und entscheide, dass es endlich genug ist! Und wenn es doch noch nicht genug ist oder dir einfach Freude macht, dann mach eben weiter. Auch das ist in Ordnung. Und das ist alles, denn mein Kaffee ist auch schon fertig …

Es geht dir gut?
Das geht vorbei!
Dir geht es schlecht?
Das geht vorbei!
Was bleibt …
bist du

#wasweissichschon #jeanne

Eine Kurzgeschichte im Mai

Und so habe mich mit meinem Schmerz an einen Tisch gesetzt. Und wir begannen zu reden. Es dauerte nicht lange, da gesellten sich die Verbitterung dazu, die Hoffnungslosigkeit, die Angst, die Trauer, die Wut und der Hass. Ich habe zugehört, lange. Alle redeten durcheinander und trugen ihre Argumente vor. Augenhöhe sollte ich wahren, wurde mir nahegelegt, sie alle ernst nehmen und aussprechen lassen. Das habe ich getan. Dann schenkte ich uns allen etwas Wein nach, strich mir die Locken aus dem Gesicht und erhob die Stimme …

Ja, ihr alle habt recht! Zu leben bedeutet zu leiden; was lohnt es also, auch nur einen einzigen Schritt weiter zu wagen. Oder wie der große Philosoph Albert Camus dereinst sprach: „Das Leben hat keinen Sinn, die einzige wirkliche Frage der Philosophie muss also lauten: Warum bringen wir uns nicht alle gleich um?“ Wir scheinen nur in diese Welt geboren, um wieder zu verschwinden. Nichts bleibt, alles ist schon im Augenblick verloren, wo es errungen ist. Und wie oft sind wir schon gescheitert darin, all das zu verdrängen und zu vergessen. Alles um uns herum entsteht und vergeht, und wir tun so, als ob uns das selbst nicht betrifft. Die Realität aber klopft immer wieder an, – dann schauen wir in den Spiegel und zählen drei weitere graue Haare, wenn wir überhaupt noch welche haben! Recht habt ihr, es ist sinnlos, und das wollen wir so nicht, und darum leiden wir Menschen am Versuch es zu ändern. Aber recht zu haben ist Dummheit in einer Welt jenseits von richtig und falsch. Und wir sind Beileibe nicht allein mit diesem Problem! An Milliarden Tischen saßen schon Milliarden Menschen mit ihrer Hoffnungslosigkeit und schüttelten mit dem Kopf. So viel Leid, so viel Verzweiflung. Und über allem die große Frage: Wo nur ist Gott und warum lässt Gott das geschehen?

Ich habe genug gehört, meine treuen Gefährten im Geiste. Nun hört was ich Dank euch begriffen und zu euch zu sagen habe: Eure Natur ist Ignoranz und Dummheit! Ihr habt so vieles gesehen, und vor nichts habt ihr die Augen verschlossen, – ihr wisst so vieles, und doch habt ihr das absolut Wesentliche nicht erkannt. Nämlich, dass ihr noch immer nichts wisst, und dass keine eurer Wahrheiten die Wirklichkeit jemals greifen und begreifen kann. Ihr scheint so klug und überzeugend, doch von Weisheit fehlt jede Spur. Eure Gedankenwelt ist mir zu eng geworden. Und euch weiter ernst zu nehmen, bedeutet, weiter einem Puppentheater beizuwohnen, statt dem wirklichen Wunder des Seins. Alles braucht seine Zeit, auch das Begreifen, dass es irgendwann zu spät ist. Zu lange schon höre ich euch zu!

Diese Welt ist ein Wunder, und ganz gleich ob ihr meint die Geschichte dieser Welt über Milliarden von Jahren nachvollziehen zu können, und sie bis zu einem Wimpernschlag nach ihrer Geburt zu berechnen, – ihr Beginn selbst ist die Geburt eurer Logik und jedem Sinn. Ihre Geburt ist ein Wunder, weder sinnvoll, noch sinnlos, einfach nur ein Wunder. Und diese Wunderwelt wird in jedem Augenblick neu geboren. Und schaut euch diesen Körper an, dem ihr innewohnt, diesen Haufen an Materie, die in Millionen Sternen erbrütet wurde. Materie, die sich nun selbst verstehen will. Materie, die sich eine eigene Welt, eine Gedankenwelt erschaffen hat. Und diese Welt kennt keine Wunder mehr, außer die, welche sie sich selber mit romantischen und kitschigen Geschichten herbeiredet. So, wie die Geschichte eben, dass der Mensch aus Sternenstaub bestünde…. hach, wie süß! … nein, das Denken ist eben nur ein Denken und Träumen, aber noch lange kein Wundern! Das Vorstellbare ist eben nicht mehr das Unvorstellbare. Doch genau das ist die Natur eines Wunders. Eure Welt ist die der Vorstellungen und der Erinnerungen. Doch Zukunft oder Vergangenheit existieren nicht. Es ist immer nur Jetzt! Das Gestern war schon gestern verloren, und das Morgen bleibt auch morgen nur ein morgen. Meine wirkliche Welt kennt keinen anderen Ort, als den, an dem ich hier stehe, und sie kennt keinen anderen Zeitpunkt, als die Gegenwart. Und genau hier und jetzt, meine trüben Gedanken, da könnt ihr niemals verweilen! Alles was ihr seid, ist alles andere als ein Sein. Wo wäre die Sorge ohne das Morgen, wo wäre die Trauer ohne das Gestern? Ihr seid eine Welt, die ich nie wieder betreten will. Eine Illusion, das Sinnbild der Hölle. Und in eurer Welt ist kein Platz für etwas göttliches, kein Raum für ein wirkliches Wunder. Eure Gedankenwelt ist groß darin, große Spektakel zu Wundern zu erklären, dabei aber übersieht sie das Wunder, das dem Kleinsten innewohnt, jedem Grashalm, jedem Gedanken, jedem Augenblick. In der Tiefe jedes Augenblicks wohnt die Ewigkeit, ihr aber kratzt nur an der Oberfläche!

Hier und jetzt zu stehen … das ist alles und so viel mehr, als ihr euch vorstellen könnt! Ganz gleich ob diese Welt nun von Gott erschaffen oder sie ein Urknall ausspuckte. Das sind nur Vorstellungen und Gedanken, nichts davon ist wahr oder falsch. Dass alles so ist, wie es ist, das allein ist das Wunder! … denn eigentlich dürfte es gar nicht sein.

Und so geht es mir gut. Und das geht vorbei. Und dann geht es mir schlecht. Und auch das geht vorbei. Am Ende aber bleibt nur eins, nämlich Bewusstsein. Und dieses Bewusstsein umfängt und durchdringt auch euch, meine Gedanken, so wie es alles andere umfängt und durchdringt! Und dieses Bewusstsein, das ist unsere wahre Natur. Und nichts anderes bin ich, das darin entsteht und vergeht, auch nicht in Form von Gedanken. Wird dieser Leib auch verfallen und dieser Geist alles Erlebte vergessen und keine Zukunft mehr erblicken, was ich wirklich bin, bleibt davon unberührt. Ich weile in Gott und Gott weilt in mir. Eure Natur ist die Dummheit, eure Gedankenwelt ist einfach zu klein, – ganz gleich wie groß ihr sie aufblast. Nichts wisst ihr, und nichts seid ihr. Und so trinkt den Wein in Ruhe aus. Dann aber bitte ich euch ein für alle mal zu verschwinden. Ihr habt euch zu groß und diese Welt zu klein gedacht. Ihr seid ein einziges Defizit an Demut und Dankbarkeit und ein Übermaß an Begierde. Und nun trauert ihr um den Verlust der Liebe und des Lebens … dabei seid ihr allein für allen Mangel in eurer Welt verantwortlich.

via Faccebook / Eine Kurzgeschichte im Mai

Eine Kurzanleitung fürs Leben…

Räume mehr weg, als du liegenlässt.
So schaffst du Ordnung.
Repariere mehr, als auseinanderfällt.
Dann bleibt deine Welt heile.
Vergib häufiger, als du verurteilst.
Grenze dich ab, aber niemals aus!
So bist du mit den richtigen Menschen.
Wage stets mehr, als du dich fürchtest.
Riskiere mehr, als du berechnest.
Halte fest, aber lass auch wieder los.
So bewahrst du dir Freiheit und Unabhängigkeit
und kannst an neuen Erfahrungen wachsen.
Gib ein wenig mehr, als du nimmst,
gib dich aber niemals dabei auf!
Und nimm auch wirklich an,
was zu dir will, und sei dankbar.
Da wirst du haben, was du wirklich brauchst.
Sei eher demütig, als überheblich und stolz
Staune häufiger, als alles besser zu wissen,
und der Zauber der Welt bleibt dir erhalten.
Und denke daran, das Leben ist mehr als
nur schwarz und weiß. Also liebe!
Liebe dein Grau und das Grau
anderer Menschen.
So wird es bunt.

Loslassen

Loslassen … die große Lektion meines Lebens gerade. Alles loslassen, fließen lassen, bewusst wahrnehmen und im Gegenwärtigen präsent bleiben. Dann offenbart es sich wieder, das Unglaubliche und Undenkbare, und mit was für einer Kraft! Egal ob mir morgen das Finanzamt droht, ich übermorgen auf der Straße sitze oder der TÜV seit sieben Monaten fällig ist … ich tue was getan werden kann, vertraue mir und meinem Herzen, Schritt für Schritt, Tag für Tag; ich gebe mich hin, aber liefere mich nicht mehr aus. Meine Seele hat andere Prioritäten, als die Vergangenheit oder Zukunft in dieser kleingeistigen Welt, in der sich die Gedanken weiter drehen wollen. Nun will alles einfach nur gesehen werden, als das, was es wirklich ist. Aber wer kann das schon verstehen?!

Es war ein unglaublicher Überlebenskampf über Monate, und womöglich still erduldend über Jahrzehnte … so viele Konzepte im Kopf, wie alles sein müsste und was ich so dringend zu tun hätte, was aber einfach nicht mehr gelang, weil es gegen ein zutiefst wahrhaftiges Gefühl verstieß. Ein Kampf gegen Windmühlen war das. Und mit jedem Windrad das du anhältst, beginnen irgendwo zwei weitere Räder zu drehen. Je mehr du dich hingibst, aufhörst zu planen und zu kämpfen, und diesen Irrsinn zu durchschauen beginnst, umso mehr Gas gibt der Kopf, umso mehr will er sich verwickeln; erst im schönen Schein einer Welt, die er sich erhofft, und wenn das nicht mehr gelingt und Enttäuschung sich breit macht, eben in seinen dunkelsten Schatten. Die Vergangenheit in die Zukunft denken, das ist alles was Gedanken können. Und wo dies nicht mehr konstruktiv geschieht, und uns wirklich dabei hilft von A nach B zu gelangen, da werden Erinnerungen transformiert, in Hoffnungen oder Ängste, da läuft ein Film, mehr nicht. Und doch bleibt jeder Gedanke in seiner Natur leer, unwirklich und vom Gegenwärtigen und Wahrhaftigen entrückt. Ganz gleich ob diese Gedanken zur Routine oder gar Sucht verkommen sind, sie werden nicht wirklicher, nur weil sie ununterbrochen gedacht werden und die Gedanken davon überzeugt sind. Dem Schein erscheint sein Schein als wirkliches Licht. Doch seine Welt ist eine Lüge! Sein Selbst ist eine Lüge! Du bist so viel mehr als du denken kannst!

Dem Intellekt der sich durch Konditionierung verselbstständigt hat, ist jedes Mittel recht, sofern nur fortgedacht werden kann, was Kultur und Gesellschaft seit tausenden Jahren denken. Und wenn du weg bist, denken deine Kinder weiter. Und jedes Problem ist recht, wenn nur weiter nach Lösungen gesucht werden kann, denn Lösen ist Lernen, und je mehr wir lernen, umso komplexere Probleme können erdacht werden. Ein Teufelskreis, und je mehr man heraus will, desto tiefer gerät man hinein. Und ganz unten wartet die Hölle. Ich war da. Beginnt man das Spiel zu durchschauen, scheint schnell alles hoffnungslos und verloren, und die Dunkle Nacht zieht ein im Kopf. Der komplette Sinnlosigkeitsverdacht.

Und da sitzt du dann, nimmst die endlosen Gedankenschleifen wahr, und der Verdacht erhärtet sich mit jedem weiteren Gedanken: Dieser Verstand ist nicht mein Freund, geschweige denn bin ich das, was er da über mich denkt und mir einredet … und er denkt zum großen Teil nicht mal eigene und bewusste Gedanken. Er hat sich verselbstständigt und plappert nach, was die Welt ihm vorplappert, egal ob irdisches oder überirdisch spirituelles Geplappere. Jedes Wort ist entliehen. Clever ist er geworden, gerissen wie ein Teufel. Überzeugende Fantasiewelten, in denen er mit sich selbst ringen kann! – So wirklich scheinen sie, dass sie das Bewusstsein fesseln. Und unsere Welt fügt sich langsam diesen Gedanken. Die Umstände folgen der Einstellung. Ein großer Zirkus … was für ein unglaublich großer Zirkus. Doch solange einen das Programm in der Manege noch unterhält, wird keiner aufstehen und gehen. Nichts von dem was wir denken ist wahr und wahrhaftig. Nichts. Meinungen, Welt- und Selbstbilder, Abstraktionen, Abbildungen, Konzepte …. aber die Wirklichkeit ist eine völlig andere Welt. Gedanken haben keine Ahnung wer wir sind und was diese Welt ist. Das müde Lächeln im Spiegel morgens ist jedenfalls nicht die Begrüssung der Wirklichkeit und des undenkbaren Wunders, das du eigentlich bist.

Freiheit, welch großes Wort! Doch jede Freiheit die im Kopf versprochen und erhofft wird, führt nur tiefer hinein in dieses Gefängnis. Wir sind frei! … so unvorstellbar frei! Aber genau das mussten wir als erstes vergessen. Jede Freiheit hat nun ihren Preis, und wenn es das vehemennte Verdrängen der eigentlichen Unfreiheit ist, und andere und dieser Planet den Preis für uns mitbezahlen müssen. Dann hört man sie, die Kopfstimmen des Gewissens, des Mitleids und der Empathie, die sich um den Mantel des echten Mitgefühls streiten. Das Herz weiß es besser, sieht es doch die Welt, wie sie wirklich ist … und die Menschen, wie sie wirklich sind. Und es findet die richtigen für sich, wenn es wieder auf seinem Weg ist.

Aber wen kümmert das, solange der Kühlschrank voll ist, das Leben selbstverständlich und unendlich erscheint, genug Pferdewagen durch die Kopf-Manege brausen und ein Clown ab und zu einen erheiternden Witz über diese Welt erzählt. Alles funktioniert, solange wie es nur funktioniert …

Vor ein paar Tagen auf Facebook veröffentlicht.