Wie frei bist du?

༄ Frei ist der Mensch erst,
wo er frei von Furcht ist.
Und es war kein Sklave jemals frei,
der seine Ketten nur nicht sehen wollte.
Die Freiheit ist mehr als ein Kopf voller Träume.
Die Freiheit ist mehr als unendliche Möglichkeiten,
die man doch nicht ergreift, aus Furcht.
Die Freiheit ist mehr als ein kleines Licht
im Kerker der Garantien und Sicherheiten, –
mehr als eine wilde Blume auf den Äckern,
die Tag um Tag bestellt werden müssen.
Die Freiheit ist mehr als melodisches Kettenrasseln,
zu dem man große Lieder über die Freiheit singt.
Ich nehme dir deine Arbeit.
Wie frei bist du dann?
Dann nehme ich dir dein Geld.
Wie frei bist du dann?
Ich nehme dir die Menschen, die du liebst.
Wie frei bist du dann?
Ich stehle dir deine Gesundheit.
Wie frei bist du dann?
Und am Ende nehme ich dir dein Leben …
und mache dich wirklich frei,
und erlöse dich von deiner Angst,
dieses Leben vielleicht zu verlieren,
wo du es wagst, es wirklich frei zu leben.

– DIE SCHÖPFUNG

#Badewannengedanken #jancies5cents

LIEBE / Neuerscheinung / September 2017 / SCORPIO Verlag / * Bücher.de / Amazon *

Janice Jakait - Liebe oder der Mut, mich hinzugeben, statt mich herzugeben - 09/17
 
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Wenn der Nebel sich lichtet (54)

Keine Erfahrung in den letzten drei Jahren war schwerer zu verfertigen als diese heute. Ich sitze morgens im Nebel und Regen auf meinem Berg, ohne Schlaf und Vernunft … und mag es dennoch wagen. Es geht um Gott … keine Denkverbote oder Denkgebote heute.
„Jenseits von richtung und falsch – von klug und dumm – gibt es einen Ort. Treffen wir uns heute im Podcast mal dort.“

Anmerkung: Ich sitze im Auto, die Raumakkustik ist nicht ganz optimal und ich habe mich daher für eine Monoaufnahme entschieden. Der Kilometerstand ist eben über 177777 Kilomter geklettert.

Willkommen auf dem Beifahrersitz ….

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Die Antwort auf alle Fragen … (42)

Folge 42 – die Antwort auf alle Fragen also? Schauen wir mal.

Hier die besprochenen Links:
Terry Oldfield: https://vimeo.com/163115686
Candy Dulfer: https://www.youtube.com/watch?v=_5kKo2_2MzI

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Jenseits von richtig und falsch … (35)

Es gibt einen neuen Podcast. In dieser Episode beschäftige ich mich mit dem bekannten Zitat des persischen Mystikers Rumi, der da sagte, dass es jenseits von richtig und falsch einen „Ort“ gäbe, an dem es ganz besonders schön sein soll. Ich nehme euch mit auf eine Gedanken-Reise dorthin, um am Ende der Folge tatsächlich auch beim Zauber dieses wunderbaren Ortes anzukommen. Dazu empfehle ich für diese Reise Kopfhörer (Außenaufnahmen).

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Und immer noch 25 Tage

*tick* Und da steht die Uhr plötzlich still. Das Boot ist bepackt, und ich liege nicht eine einzige Minute hinter meinem Zeitplan. Gibt’s ja nicht. Scherze machen sie schon über mich in England, so typisch deutsch wäre ich – so pünktlich, durchplant und organisiert. Also irgendwas muss doch noch kaputt- oder schiefgehen. Wo bleibt denn sonst die Dramatik. Ja, Dramatik – Pustekuchen. Nicht mal aufgeregt bin ich mehr. Alles weg, total entspannt, irgendwie wie ausgeklinkt, stressimmun bin ich da plötzlich. Gerade Ich! Ich sollte Haare raufen, panisch durch die Welt telefonieren, eilig packen, testen, reparieren und trainieren.

Ich verstehe es ja auch nicht, weiß nicht wo im Drehbuch der Fehler lag und die Protagonistin aus dem Drama in die Komödie schlitterte. Nach so langer Vorbereitung, nach all den Achterbahnfahrten *klick* alles weg – nur tiefste innere Zufriedenheit, Leichtigkeit und Überzeugung. Und dabei habe ich noch nichtmal abgelegt. Ich weiß ich habe das beste Boot, ich weiß ich bin fit … und der Kopf? Bin ich mental bereit? Bin ich „heiß“ auf das Abenteuer?

Ich leuchte! Mein Herz leuchtet! Es explodiert nicht, es zerspringt nicht – schlägt keine Loopings. Es glüht nicht in heißem Orange, es ionisiert das Blutplasma mit einem kühl leuchtenden Blau, und pumpt es, elektrisiert, noch in die letzten Zellen meines linken kleinen Zehs. Alles läuft nun zusammen im kleinen Zeh Europas, in Portimao, Portugal. Bestes Equipment, optimale Vorbereitung und Fitness und jetzt ist der Kopf auch frei. Die Sensoren öffnen sich wieder, subtile Eindrücke wuchten sich plötzlich wie schwere Reissäcke über das emotionale Grundrauschen. Hämmern so brachial gegen mein Trommelfell, blenden mir die Augäpfel – überstrahlen all den Mist, der mich die letzten 2 Jahre lang versucht hat von diesem Weg abzubringen. Es spielt alles keine Rolle mehr, egal was mich nächtelang wachhielt, was zerbrach oder daneben ging. Alles bedeutungslos. Das Boot ist bereit und ich stehe hier und leuchte.

Täglich erreichen mich nun auf dem Postweg versiegelte Briefe und Glücksbringer für die Reise. CD’s, Glücksbänder, Ausgefallene Süssigkeiten. Ich genieße das. Bin reichlich stolz auf das Vertrauen. Und gestern dann, ich wollte gerade am Boot zusammen räumen, ein kleiner magischer Moment: Ein Mann tauchte plötzlich neben dem Boot auf, und sprach mich an. „Er hätte etwas für mich, wo es noch ins Boot passen würde“. Ich solle meine Augen schließen und die linke Hand öffnen. Steine! Sechs Stück umschmeichelten meine Finger. Schwer. Rau. Ich öffnete die Augen und fand Chondrite in meiner Hand. Meteoriten. Wow! „Ich solle fühlen, und mir einen aussuchen“. Ich wählte den kleinsten, den rundesten. Meinen neuen Glücksbringer.

Wie ich später erfuhr, sammelte der Mann die Meteoriten seit vielen Jahren in der Sahara. Als Einzelgänger unterwegs – und jetzt, wo er gerade daran war wieder Wurzeln in Deutschland zu schlagen, kreuzte ich mit meinem kleinen Boot seinen Lebensweg. Und bei aller Rationaliät, der Moment war einfach durchschlagend, magisch. Und vielleicht lag es nicht an dem Meteoriten, sondern an der Energie, die da durch den Raum zwischen zwei Menschen übertragen wurde, die sich verstehen. Magisch, was immer das im Auge des Betrachters für Bilder zu erzeugen vermag.

Ja, ich genieße jede Minute, jede Sekunde im Moment. Bin glücklich um die Menschen die ich gerade um mich weiß. Meine Familie, meine Freunde. Alles läuft perfekt. Ich bin zurück in Speyer, bei Georg und Andreas, dem Team Lehr-Gestaltung, die Jungs die das Boot wieder neu bekleben … bezaubern. Ich fühle mich schrecklich wohl dort. Auch Rainer Magin, der mir der immer da ist wenn ich am Boot nicht weiter weiß , ach … ich würde Euch alle gern einpacken und mitnehmen 🙂 Ich vermisse Euch ja jetzt schon!

Aber in 25 Tagen ist all das vorbei, in 25 Tagen lächelt niemand mehr wenn ich morgens aus dem Bett krieche, niemand trinkt Kaffee mit mir, niemand hält mir einen Schraubenschlüssel. Keine Augen in die ich schauen kann für viele, viele Monate. Nun denn, auf geht’s!

Am 14.11 wird das Boot nach Portugal gezogen. Also in genau 19 Tagen. Ich bin sehr, SEHR erleichtert, dass ich das Boot nicht selbst über mehr als 2500 Kilometer in die Algarve ziehen muss. Den Transport übernimmt die BSH Verkehrstechnik GmbH aus der Schweiz. Für die im Schwertransport erprobten Jungs ist das Boot dann natürlich mal ein Leichtgewicht mit ca. 1500kg inklusive Trailer. Für mich ist wichtig dass ich mein Baby in guten Händen weiß, und mich auf die Logistik vor Ort konzentrieren kann, während das Gespann nach Portugal rollt. Daher noch mal meinen ganzen Dank an das Team in der Schweiz! Ich bereite nun alles für den Transport vor.

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Schaulauf

Hier noch ein paar nachträgliche Bilder vom Drehtag, die mich heute erreichten. Gefilmt wurde, natürlich!, am heißesten Tag des Jahres … war ja klar. Die leichte Schlagseite an Steuerbord sei der fehlenden Rettungsinsel an diesem Tag geschuldet – ich schwöre aber, es waren wirklich genug rettende Boote dabei 🙂

The blog is available in german, but due to the increasing interests, we are going to translate all content at the moment. Please come back again soon.