Cillit Bang, Kotleger und der ECHO

… also habe ich mir die Songs der ECHO-Preisträger Cillit Bang und Kotleger mal angehört. Nein, Jungs, Kunst darf nicht alles. Kunst darf durchaus dumm, billig und einfallslos sein, aber ich darf auch niemandem in die Fresse schlagen, nur weil ich das besonders kreativ finde. Rassistisch, antisemitisch, frauenfeindlich, homophob und dann zusätzlich noch dumm, einfallslos und billig, das ist dann einfach zu viel.

Nun über den ECHO und sein Ethik-Kommitee aus Heidi Klum, Dieter Bohlen und Alexander Gauland den Kopf zu schütteln, wäre in etwa so sinnig, wie die beiden Preisträger, die das alles eh nicht checken, fürs Geschichtsstudium einzuschreiben. Das eigentlich Verstörende stattdessen ist, dass wir als Gesellschaft überhaupt noch darüber debattieren wollen / müssen, ob sowas geht, oder eben nicht, – ob es unter Kunst, Geisteskrankheit oder Meinungsfreiheit fällt. Schon um die Beiden vor sich selbst zu schützen, wäre die Gesellschaft proaktiv gefordert gewesen, denn wer so schwulenfeindlich textet, aber die „Bruderschaft“ und seine „sexy Muckis“ in den Himmel rappt, der sollte zur Meinungsbildung und Identitätsfindung vielleicht erstmal mit einem Mann schlafen, bevor er solche Songs textet. „Sag mir was du rappst und ich sing dir dein Problem … yeah, ahah, ahah“

… Oder in der Sprache der Beiden: (Achtung es folgt Kunst!)

Einfach zwei Idioten,
zu blöd für Flöte und für Noten.
Und die Bitches voll am Start,
nur bei den Beiden wird nix hart.
Prekär, prekär, präpupertär …
Was hingekackt, da kommt nicht mehr!

Wenn es mit dem Arsch wackelt und quakt, dann ist es eben manchmal wirklich nur eine Ente, – und wenn es menschenverachtend tönt, ist es eben auch menschverachtend. Und da braucht es auch keine mediale Weichspültour und keinen Ethik-Rat … da braucht es einfach nur drei Hirnzellen! (Also eine mehr, als die beiden offenbar zusammen haben).

PS: ich darf das, ich komme wirklich aus dem Ghetto und ich bloge. Das ist wie rappen, nur krasser.

#echo #faridbang #kollegah

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